bumblemee's Reviews (258)

adventurous hopeful informative fast-paced

Ich hab nen Mix aus Hörbuch hören und Buch lesen/durchblättern gemacht, was eine gute Wahl war, glaube ich. Der Sprecher war gut, ich kann mir vorstellen, dass ich es sonst schwerer mit diesem Buch gehabt hätte. Unter anderem, weil man merkt, dass der Autor sonst nicht so der Schreiberling war bis dato. 
Seine Geschichten sind auf jeden Fall interessant und spannend, der hat wirklich viel erlebt und viel Zuversicht und Optimismus im Gepäck, das fand ich schön. Ich denke auch, dass das ein  sympathischer Typ ist, wenn man ihm begegnet - allerdings gab es echt den ein oder anderen Spruch, bei dem ich mir dachte "idk man, musste wirklich nicht sein". Und ich hoffe, dass er die heute lassen würde, würde er das Buch nochmal schreiben. Z.B. hat er sich auf eine Weise gekleidet, mit der in Pakistan (ich glaube, es war Pakistan .. oder im Iran, ich bin mir gerade nicht mehr sicher) nicht so schnell auffällt. Jemand hat ihn angesprochen und gemeint, er sähe aus wie ein religiöser Extremist. Christopher kommentiert dies im Buch zum Einen damit, dies sei ja sein Ziel gewesen und zum Anderen damit, jetzt habe er schon etwas für Fasching, wenn er zurück sei. Idk. Oder als er die Aussage eines Reisegefährten inkludiert hat, der meinte, mit den Frauen "hier" (habe vergessen, wo das war) hätte er niemanls Kinder zeugen können, bei den verfaulten Zähnen, die die Frauen dort hätten, wäre bei ihm nichts gegangen. Ich weiß nicht, ob das Inkludieren dieses Satzes ein Witz sein sollte, allerdings finde ich, es gibt keinen guten Grund dafür, einen so abwertenden Satz einzubauen, wenn man ihn genauso gut weglassen könnte. Etwas fragwürdige Sätze wie diese gab es einfach häufiger. Oder auch Aussagen wie die, dass er es schade fand, dass die Menschen an einem Ort (wieder Ort vergessen, ich glaube Französisch-Polynesien) traditionelle Kleidung eher zu rituellen Zwecken tragen stattimmer und damit nicht so "rückständig" seien,wie er das erwartet hatte? ... Ich weiß ja nicht.
Ebenso hatte ich das Gefühl, er überträgt seine eigenen Möglichkeiten etwas zu unreflektiert auf andere Leute. (Wortlaut ungefähr: "Ich denke, es würde jedem guttun, einfach mal eine Zeit zu reisen".) Im Sinne von: Dieser Dude ist zwar mit nur 50 Euro aufgebrochen, allerdings auch mit recht guter Ausrüstung (Zelt, Kleidung, Hängematte etc.) und als ein Mensch, der an den meisten Orten der Welt hohe Privilegien genießt. In seinen Reisetipps am Ende gibt es einige Tipps, die sich explizit an weiblich gelesene Menschen richten, in denen sich zeigt, dass er zumindest ein bisschen bemerkt, dass nicht alle Menschen seine Ausgangssituation haben. Sie beziehen sich aufs Schlafen draußen und aufs Trampen, zwei Dinge, die für seine Reise, so wie sie gelaufen ist, ziemlich wichtig waren und so für viele einfach nicht umsetzbar oder nur unter erhöhter Gefahr umsetzbar sind. Ebenso wären allerdings Couchsurfing, generell das Betreten der Wohnungen anderer Personen, sowie wochenlanges Segeln mit fremden Personen abgeschieden auf dem Ozean z.B. für Frauen wesentlich gefährlicher als für ihn. (Und das hinterfragt nur eines der Privilegien, die er so hat. ... Man könnte genauso gut bei Weiß und nicht-behindert ansetzen zum Beispiel.) 
Natürlich spricht ihm das seine Erfahrungen nicht ab, die zweifellos cool sind und ich freue mich für ihn, dass er all das erleben konnte und ihn das so erfüllt hat. Teilweise hatte ich auch wirklich Spaß, sie mit ihm zu erleben. Ich denke auch nicht, dass ihm in den Sinn kam, seine Reise kritischer zu hinterfragen in diesem Buch, which is fine. Er kann seinen Reisebericht so schreiben, wie er das möchte und sicherlich ist viel positives Lebensgefühl und vielleicht auch Inspiration darin zu finden für viele Leute. Allerdings kann ich mir auch vorstellen, dass es anstrengend und frustrierend sein kann, dieses Buch zu lesen als eine Person, für die der Weg, den er da gegangen ist, ungefähr 500-fach schwieriger bis schlichtweg unmöglich gewesen wäre. Zumal ein bisschen dieses "ach, das könnte ja jede*r so machen wie ich" mitschwingt. - Bei mir hielt sich dieses Gefühl zwar in Grenzen, aber ich verstehe jede Person, der es da anders geht.
mysterious tense medium-paced
Plot or Character Driven: Plot
Strong character development: Complicated
Loveable characters: Yes
Diverse cast of characters: Complicated

Hat mir, ebenso wie der erste, Spaß gemacht zu hören. Das Theater-Setting hat mich sofort abgeholt, das ist einfach ein Thema, das bei mir zieht. Auch die letztliche Auflösung hat mir besser gefallen als die des ersten Bands. Allerdings hatte ich das Gefühl, der erste hat mich etwas mehr eingesogen. Dennoch war auch dieser Teil super gut wegzuhören, der Schreibstil ist angenehm und Julia Nachtmann sehr gut in ihrem Job.
Auch in diesem Band hat mich der Umgang mit Finas Gewicht wieder angestrengt. Es ist wohl  naheliegend, dass das ein Faktor ist, den Oliver in sein Mobbing einbaut, aber ich finde, man hätte sich auch andere Themen stattdessen suchen können, auf denen er herumreitet. Wenn man schon einen Hauptcharakter schafft, der einen Körpertyp repräsentiert, der nicht dem gesellschaftlichen Ideal entspricht, wäre meiner Meinung nach schön, das auf andere Weise zu verarbeiten. Fina mag ich noch immer gerne und freue mich, sie wieder ermitteln zu hören in Zukunft. 
Was auch nicht so meins ist, ist der Trittbrettfahrer-Storystrang. Der ist mir ziemlich egal, ich würde ihn nicht vermissen, würde er nicht existieren. Die kryptische Ausdrucksweise von diesem "Mysterium" nervt mich auch etwas.

Für regelmäßige Poznanski-Lesende gibt es übrigens ein erfreuliches Wiedersehen in diesem Buch :)
Beatrice und Florin sind die Salzburger Kolleg*innen, mit denen Fina und Oliver gemeinsam ermitteln.

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dark mysterious tense medium-paced
Plot or Character Driven: Plot
Strong character development: No
Loveable characters: Yes
Diverse cast of characters: Complicated

Ließ sich trotz fast 11h Hörbuch sehr schnell weghören, weil es einfach eine fesselnde Geschichte erzählt. Ich habe schon für viele kürzere Hörbücher länger gebraucht, weil ich nicht permanent wissen wollte, wie es weitergeht. Ich mochte außerdem Fina als Ermittlerin gern und freue mich auf weitere Fälle mit ihr; würde mir allerdings wünschen, es ginge nicht so viel auf negative Weise um ihr Gewicht. 
Alledings hat mir die Auflösung des Ganzen nur so semi gefallen  - ich weiß nicht, was ich lieber gehabt hätte, aber irgendwie war das einfach nicht so meins. Außerdem hat es sich dann, nach der Auflösung, doch ein kleines bisschen gezogen, finde ich. 
Aber insgesamt empfehlenswert.

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adventurous dark mysterious medium-paced

Ich mochte die irgendwie wunderliche und creepy Atmosphäre der Geschichte, ebenso die Erzählung aus Sicht eines Kindes. Richtig reingekommen bin ich aber irgendwie nicht.
Die Hempstock Frauen sind allerdings super cool! 

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adventurous mysterious fast-paced
Plot or Character Driven: Plot
Strong character development: No
Loveable characters: No
Diverse cast of characters: Yes
Flaws of characters a main focus: No

Hmmm, idk. Also ich mochte den Zeichenstil und es gab z.T. suuper cool aussehende Panels. Wahrscheinlich ist es kein revolutionäres Konzept, dass Menschen von außerirdischen Lebensformen kontaktiert werden und aufbrechen, um diesem Kontakt nachzugehen, aber ich bin nicht besonders Sci-Fi erfahren, daher war ich durchaus interessiert. Allerdings hat mich die Story dann irgendwie nicht gecatched, ich habe keinen wirklichen Zugang dazu gefunden, wodurch ich nicht besonders interessiert war, was als nächstes passiert. Lediglich zum Ende hin war meine Neugierde ein bisschen geweckt, sobald die stählernde Brücke wirklich ins Spiel kam. Die Charaktere wirken sehr anonym/austauschbar, auch die Protagonistin. Und ich persönlich bin bei dem Wissenschafts-Talk nicht hinterher gekommen, aber das ist wahrscheinlich einfach ein ich-Problem, Sci-Fi Fans haben es da bestimmt leichter.
emotional funny hopeful lighthearted relaxing fast-paced
Plot or Character Driven: Character
Strong character development: Complicated
Loveable characters: Yes
Diverse cast of characters: Yes
Flaws of characters a main focus: Complicated

I liked it a lot! - It was an easy and fast read. Even though I haven't read "Only Mostly Devastated" yet, I connected to the charaters in no time and though the story was (obivously) moving very fast, I was invested. I also liked the parts that were about Ollie and his family, they felt very real (and made me a little sad). Can only recommend. I will probably read "Only Mostly Devastated" now. I was not sure whether it was a book for me, but after loving these characters so much, I think I don't have a choice. 

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funny hopeful reflective sad fast-paced
Plot or Character Driven: Character
Strong character development: Yes
Loveable characters: Yes
Diverse cast of characters: Yes
Flaws of characters a main focus: Yes

Very close to perfect for me. It sucked me in with its' quiet, clean art style and transported me right into Nick's world. I felt his struggle to connect with people and while I sometimes smiled about his attempts, I did not really think of them as funny in the sense of comedic, because as the reader you see what he's trying to do in that moment. 

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challenging emotional fast-paced
Plot or Character Driven: Character
Strong character development: Complicated
Loveable characters: Yes
Flaws of characters a main focus: Yes

Ich bin mir ein bisschen unschlüssig bei diesem Buch. Ich habe herausgefunden, dass es als Wattpad-Geschichte begonnen hat und das hat viel erklärt: Während des Hörens habe ich mich vom Vibe her stark erinnert gefühlt an eigene Texte von User*innen diverser Fanfiction-Plattformen, auf denen ich als Teenagerin unterwegs war. Dadurch hat sich das Hören sehr nostalgisch angefühlt, obwohl ich die Geschichte nicht kannte. Das hatte bei mir natürlich erstmal einen Stein im Brett. Ich mochte auch Dacre (wäre ohne Hörbuch nie darauf gekommen, das "Daker" auszusprechen) gern. Es war ein wenig anstrengend, wie hart self deprecating er war und immer, immer wieder davon ausging, er könne jede Sekunde von den Menschen verraten werden, die er kennenlert. Allerdings ergibt das auch nur Sinn für eine Person, die schlechte Erfahrungen gemacht hat. Ich fand den Sprecher gut für ihn gewählt. Außerdem mochte ich, dass Dacre gerne zockt und das nicht nur ein oberflächlicher Fakt blieb, sondern mit Leben gefülltwurde, zumindest teilweise. - Und ich habe ein Herz für Nerds. Hätte für meinen Geschmack noch mehr sein können. 
Cap hoffe ich durch den zweiten Teil etwas mehr ins Herz zu schließen. Er ist mir als Charakter nicht gänzlich unsympathisch und ich hab meine Vermutungen, wie er tickt, trotzdem hat er sich einfach oft scheiße verhalten. Dadurch dass man nicht in seinem Kopf ist, ist meine Empathie da noch nicht so groß. Sara, Camille und Tilo mochte ich hingegen umso lieber, ebenso wie generell die Clique um Cap. Das ist wirklich eine schöne Gruppe insgesamt. 

Allerdings gab es ein paar Dinge, die mich gestört haben. Zunächst einmal habe ich am Anfang irgendwie Caps Alter verpennt und, dass er nicht im zweiten Semester seines Bachelors, sondern seines Masters ist und damit der Altersunterschied größer ist als ich erst annahm, was ich dann doch etwas ... meh fand. V.a., weil Dacre so oft von sich behauptet, jünger auszusehen als er ist und ein paar Kommentare dazu fallen, dass Cap sich eher an Menschen orientiert, die jünger sind als er (Kommentar seines Vaters: "Hauptsache volljähig"). Ich habe nicht ganz verstanden, welchen Sinn es ergab, den Unterschied so groß zu machen.

Die Beziehungsentwicklung läge mir zwar fern, passte aber zu Dacre - abgesehen davon, dass ich wirklich nicht verstehe, wie man so hart verschossen in jemanden sein kann, der einen kacke behandelt. Ansonsten ergab es für mich schon Sinn, dass jedes bisschen Zuneigung sofort dazu geführt hat, dass er im siebten Himmel schwebt und die Dinge, die er selbst bemerkt (z.B. wenig Kommunikation) von sich wegschiebt. Zum einen, weil er einfach super jung ist und keine Beziehungserfahrung hat, aber auch, weil er selbstunsicher ist. Ich bin gespannt, wie sich das im zweiten Band weiterentwickelt. Denn obwohl ich verstehe, wie diese Dynamik entstanden ist, konnte ich mich nicht wirklich für diese Beziehung begeistern. Es gab gute Gespräche, aber weniger als ich gebraucht hätte. Ich war schon empathisch in Dacres Gefühlswelt involviert, in dieses das erste Mal richtig verliebt sein und wie sich die ganze Welt nur um Cap dreht, nur seine Begeisterung für ausgerechnet Cap und die Beziehung konnte ich nicht teilen. 

Wichtig ist wirklich das Beachten der Triggerwarnungen. Was ich schön fand: Sie werden im Hörbuch am Anfang angegeben.

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lighthearted relaxing fast-paced
Plot or Character Driven: Character
Strong character development: Yes
Loveable characters: Complicated
Diverse cast of characters: No
Flaws of characters a main focus: Yes

Also nee. Ich habe nach einem leichten Sommerbuch gesucht, und das war es auch, aber leider ist es hinter dem, was ich mir erhofft habe, zurückgeblieben. Zwar habe ich damit gerechnet, dass das nicht so mein Typ Buch ist, doch ich habe gehofft, darüber etwas hinweg sehen zu können, um eine süße Geschichte zu erleben und etwas Inselluft zu schnuppern. Aber nun ja, beginnen wir mit dem, was ich mochte: Die Inselatmosphäre kam bei mir an dieses entschleunigte, jede*r kennt jede*n, man unterstützt sich und so weiter. Ich fand auch die Freundschaft zwischend er Protagonistin und ihren besten Freundinnen schön und habe mich gefreut, dass dieses Buch gut zu verstehen war, ohne den ersten Band zu kennen. 

Allerdings hat Hannah mich ziemlich aufgeregt. Sie ist ziemlich blauäugig und hat mich manchmal nur den Kopf schütteln lassen - als ihre Freundin zum Beipsiel darauf hinweist, dass bei einem Umbau tragende Wände beachtet werden müssen, bevor entschieden wird, welche eingerissen werden, dachte Hannah praktisch wortwörtlich: "An sowas wie tragende Wände hätte ich im Leben nicht gedacht!" ... Da fragte ich mich, an welche Dinge sie sonst noch nicht gedacht hat, die in der Geschichte wenig zum Tragen kamen. Außerdem verhält sie sich auf eine Weise, von der von außen betrachtet sofort klar ist, warum die Geschichte verlaufen wird, wie sie dann auch verlief. Sie und ihr Verlobter (man kann das ja nicht ausschließlich zu Hannahs Fehler machen) kommunizieren schlecht miteinander und ich habe das Gefühl, das musste aufrecht erhalten bleiben, weil sonst das Buch beinahe sofort hätte wieder enden können. Es hat mich sehr angestrengt, das zu verfolgen.
Außerdem hat mich die Handhabung eines Charakters mit iranischem Hintergrund nicht gefallen, ich hatte das Gefühl, Hannah sieht in ihr eine Art schutzloses Kleinkind, auf das es aufzupassen gilt. Ebenso Hannahs scheinbare Überzeugung davon, dass romantische Beziehungen dringend notwendig sind, erkennbar in den Versuchen, eine ihrer guten Freundinnen zu verkuppeln - ja, wie das in solchen Büchern so ist, ist die auch nicht gänzlich uninteressiert an romantischen Beziehungen im Allgemeinen, trotzdem hat mich das einfach genervt.

... Es tut mir leid, dass dieses Review so viel rage enthält, aber es ließ sich irgendwie nicht vermeiden. Ich denke, dieses Buch hat sein Publikum und es freut mich, wenn es dieses findet, doch ich scheine nicht dazuzugehören. 

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fast-paced
Plot or Character Driven: Plot
Strong character development: No
Loveable characters: Yes
Diverse cast of characters: Yes
Flaws of characters a main focus: Complicated

It was a fun ride. Sadly, I was not invested in the romance, which made a few things less impactful for me. Additionally, I got a little annoyed because I realized that a lot of the time, the characters have to rely on information other people found out. They get told a huge dumb of information by someone and then deal with it. I would've liked it more if the characters themselves would've been in the situation to find out information first hand. At one point I was even a little afraid that a certain information
(June telling day about the plans of the new elect, I feared he'd just "roll with it")
would be accepted without any second guessing because there's so much relying on other people's info. Luckily that wasn't the case and it led to an interesting conflict between the characters (though it was resolved very fast).

There's also a huge revelation on what the world outside of our setting is like, which was very interesting, but nothing is done with that. Probably because the story is moving so fast and twisty that the time wasn't there to explore it, maybe that happens in the next book. But if it stays like this, I'm very sad that these cool things were thought of, just to then shrink our perspective again. I get that there really wasn't time to care that much in the situation they were in, still a little sad. 

I have not figured out yet if a few things that would've liked to be explored more are explored more if you read the book instead of listening to the (german) audio book, because I don't know whether the audio book was shortened or not.