timefliesaway's Reviews (588)

adventurous informative inspiring lighthearted mysterious reflective medium-paced

Nicht einfach nur ein Märchen

In diesem Büchlein ist Arthur zwar der Protagonist, kommt aber weniger vor als Fantasir, der Titelheld und Deutagonist.
Es sind zwei Geschichten im Prinzip – einmal Arthurs, den wir von Anfang an verfolgen, aber hauptsächlich Fantasirs, der eine Figur eines Buches ist, das Arthur liest und wir mit ihm.

Das Ganze hat mich des Öfteren an Sofies Welt (von Jostein Gaarder) erinnert – in positiver Weise –, nur märchenhafter, viel kürzer und doch etwas anders.

~

Ich fand alle Charaktere sehr sympathisch. Selbst die Nebencharaktere, die oft nur sehr kurz vorkamen, aber dennoch viel beigetragen haben, wie zB der Druide, waren sehr nett.

Ich mochte alle ganz gern, besonders aber Ranjana, Fantasir, Elrin und Narendra. Hier fand ich schön, dass Schlangen in dieser Welt die Begleittiere von Hexen sind, und nicht wie üblich Katzen oder Raben. Und dass sie mit Hexen kommunizieren können, in dem sie mit ihrem Körper Buchstaben formen, ist eine süße Idee.
Bei Ranjana mochte ich ihre Neugier sehr, und Fantasir war ein guter Vater. Obwohl das ja der Zauber gewesen sein könnte, aber ich glaube, seine Liebe zu seiner Adoptivtochter war durchaus echt.

Arthur hab ich die meiste Zeit nur beneidet, obwohl Zehen zufrieren jetzt nicht gerade mein Traum ist (das schaff ich auch ohne Buch), aber wer würde denn nicht mal gern seine Lieblingsfiguren aus dem Buch herausholen? Trotzdem war er ein sympathischer Protagonist.
Bei seinen Eltern mochte ich, dass sie ihm seine Fantasie gelassen und nicht ausgelacht haben.
Bei den Lehrern war schön, dass sie die Fragen immer beantwortet haben, und nicht, wie so oft, abgelehnt, nach dem Motto "das lernt ihr später noch". Zwar verständlich, man muss ja auch dem Unterricht folgen, aber Fragen stellen ist im jungen Alter gerade wichtig, und es ist schade, dass Erwachsene immer wieder einem die eigene Neugier verbieten. Also: gute Message auch diesbezüglich.

~

Das Cover ist himmlisch.
Die hellblauen Figuren erinnern zwar an Schnee, spielen tut es aber in der Wüste. Trotzdem macht es eine gute Lektüre zur Weihnachtszeit.

Die Illustrationen zwischendrin sind auch sehr schön und erinnern vom Zeichenstil an orientalische Märchen, vor allem 1001 Nächte, was treffend ist, denn es spielt ungefähr in der gleichen Gegend.

~

Man sieht, der Autor hat viel Liebe darein gesteckt. Der Schreibstil ist ebenfalls angenehm.

Es ist schade, dass er nicht mehr unter den Lebenden weilt, denn an dieser Stelle hätte ich gesagt, ich bin gespannt auf mehr vom Autor. Aber trotzdem froh, dass sein letztes Werk es noch in die Welt geschafft hat und hoffentlich viele Kinder sowie auch Ältere begeistern kann.

Vielen Dank deshalb an den Verlag, für ein Rezensionsexemplar!

-01.12.2023
adventurous funny lighthearted fast-paced
Plot or Character Driven: Plot
Strong character development: Complicated
Loveable characters: Yes
Diverse cast of characters: No

Hmm, bin ein bisschen sehr zweigespalten. Einerseits echt gut, andererseits gab's auch viele Tropes, die ich so gar nicht leiden kann. Es war insgesamt relativ klischeehaft, hatte aber auch ein paar Anti-Klischees.

Fangen wir mal mit dem Negativem an.

1) So viele Klischees, innerhalb weniger Seiten! Gefühlte Bände wurden übersprungen. Zum Bsp.: 

  • - Der Protagonist war anfangs der Schwächling, der von allen ausgelacht wird, unter anderem weil er eine Waffe hat, die als Spielzeug angesehen wird. Am Ende ist er natürlich der Held, den jeder respektiert und nun auch beigebracht haben möchte, wie man mit seiner Waffe umgeht. 
  • - Wattsche (der Prota.) ist in eine Frau verliebt, aber ein anderer Mann in die gleiche auch. Und wie wird das entschieden? Genau, durch einen Zweikampf der beiden. Die Frau hat natürlich nichts mitzureden.
  • -
    Wattsche wird nicht nur zum Held am Ende, sondern gleich zum Prinzen gekrönt.
  • - Obwohl gesagt wurde, dass beide Geschlechter gleich stark sind, wird Tanana (die Schönheit, um die gekämpft wird) ständig als schwach beschreiben, die von ihren Begehrten gerettet werden muss. Und obwohl sie in anscheinend ernsthaften Schwierigkeiten steckt, kämpfen die Männer lieber weiter miteinander, anstatt zusammenzuarbeiten, um sie überhaupt zu befreien. 
  • - Männer denken ständig nur an das Eine und zwischen den Geschlechtern kann es keine normalen Freundschaften geben. 

2) Es wurde häufiger "Show, don't tell" angewendet, als andersrum. Z.B.: 

  • - Eine Grintelkriegerin und ein Grintelkrieger, die Wattsche begleitet haben. Der Mann ist in sie verknallt und das sieht man deutlich. Bei der Frau wurde aber null Interesse gezeigt. Freundschaftliches, ja, aber die schienen mehr wie Kollegen, die zwar zusammen trainiert haben, aber da sonst nichts Weiter ist. Aber da es sich hierbei um Hetero-Romantasy handelt, muss da natürlich was sein. Frauen und Männer einfach nur befreundet? Unmöglich!
  • Am Ende hat er sie um ihre Hand angefragt, und was hat sie gesagt? Ja! Woher kam das überhaupt??
     
  • - Wattsche wird als Schwächling beschrieben, der von keinem im Volk respektiert wird. Trotzdem gewinnt er jeden Kampf gleich beim ersten Mal, Tiere tötet er mit dem ersten Schnitt/Wurf. Jeder Sieg liegt ihm zu Füßen und geht auch noch schnell. Er hat nicht einmal verloren. 
  • Hatte sich das Glück vor dem Buch nur so angesammelt, und ist dann zufällig beim Beginn endlich aufgeblüht? 

2.2) Frauen sind "Schätze". 

Es wird zwar oft erwähnt, dass Frauen und Männer gleich stark sind, dieselben Berufe haben und in der Gesellschaft eigentlich keinen anderen Rang. Trotzdem werden sie gleichzeitig auch immer wieder wie Schätze beschrieben (auch wenn das direkt nicht so gesagt wird), wie Objekte, die man gewinnen muss.
Wie gesagt, bei der Heirat haben sie nicht wirklich mitzureden. Sie werden zwar gefragt, ob sie ihn heiraten mag, aber sobald ein anderer auch Interesse hat, regeln es nur die Männer untereinander. Diesen Zweikampf gibt es unter den Frauen anscheinend nicht und soweit hatte die Frau auch noch nie als erste Interesse gezeigt, wenn überhaupt.
 „Irgendwann würde sie verheiratet werden, Kinder bekommen. Sie wäre für Wattsche verloren.“ (S. 80) Aha, er will also nur mit ihr Kinder bekommen, aber so richtig lieben tut er sie eigentlich nicht? Das typische Motto, dass Frauen nach dem Kinderkriegen hässlich werden und kein Mann eine Frau mit Kindern haben will?
Die Zwergen sind ganze Meilen gegangen, einen Riesen zu beauftragen, eine Grintelfrau zu stehlen, nur weil sie anscheinend keine Zwergenfrauen mehr haben, die sie verheiraten können. Die Grintelfrau hätte da sicherlich kein Mitspracherecht. Vor allem sehen die Spezies nicht aus, als kommen sie miteinander klar, also ist davon auszuschließen, dass sie sich nicht freiwillig miteinander in dieser Weise mischen würden, es sei denn, es ist wirklich sehr brenzlig. 
Oder sie haben nur keine hübsche Frauen mehr und die Männer wollen lieber Hybrid-Kinder, als mit einer "hässlichen" Zwergenfrau zu schlafen? Wie soll man das verstehen?
 

3) Beim World-Building muss noch gefeilt werden. 

Viele Fragen stehen mir am Ende noch offen. Abgesehen von der Bekanntmachung am Ende natürlich, aber jetzt nur auf die Welt an sich bezogen, die es ja von Beginn an gab, aber von Anfang an Verwirrungen zeigte.
  • - Zum einen war ich ziemlich überrascht, als Menschen erwähnt wurden. Bei einer Fantasywelt denkt man (oder vllt nur ich) eben nicht daran, dass stinknormale Menschen dort auch leben. Gerade wenn die Hauptcharaktere keine Menschen sind. Oder auch weil Zwergen, Grintel, Riesen, etc. schon menschenähnlich sind, also wozu braucht man dann noch normale Menschen?
    Verwirrt hat mich hier aber, in welcher Beziehung sie zueinander stehen. Verfeindet oder wissen die Menschen nicht mal von ihrer Existenz? 
    In welcher Welt spielt es überhaupt? Ist es Urban Fantasy, also Fantasywesen sind in unserer welt (zur Mittelalterzeit)? Oder ist es schon eine eigene Welt, wo Menschen eben auch dabei sind? Anhand der Beschreibungen der Länder kann man es nicht unbedingt sagen, da die beiden Spezies ja sicherlich andere Ortsnamen verwenden und keine gemeinsame Karte haben. Oder?
  • - Und was ist mit dem Silber? Anscheinend ist jede Spezies gierig nach Silber, obwohl sie kein Geldsystem haben. Naja, vielleicht doch, aber die Gesellschaft schien nicht wie unsere Moderne. Und dadurch dass sie in kleinen Völkern leben, die sowieso alles untereinander teilen, brauchen sie auch kein Handelssystem. 
    Nun, das Ende hat was darauf hingedeutet, also womöglich ist es noch ein Rätsel und wird dann in den nächsten Bänden aufgedeckt. 
  • - Was sind die Probleme deren Gesellschaft? Bei den positiven Punkten hab ich erwähnt, wie ich deren Gesellschaftsaufbau gut finde. Dadurch, dass es so gut ist, fragt sich aber, welche Probleme sie haben. Naja, außer das mit den Frauen und dem Zweikampf, aber das scheint nur mich zu stören, nicht sie. 
    Wirkt ein wenig zu utopisch. Und momentan auch sehr heteronormativ-"perfekt". Keine Diversitäten bei Sexualitäten, aber ebenso keine beim Aussehen. Gibt es Behinderungen oder sonst was? Oder wird jeder in das perfekte binäre Bild geboren und hat keine Probleme? 

Ja, ist ein wenig viel. Aber es gibt durchaus auch Positives.

1) Gleichstellung der Geschlechter. 

Wie gesagt, die Geschlechter werden größtenteils als ebenbürtig beschrieben und beim Aussehen gibt es keine großen Unterschiede. Jeder bekommt außerdem das gleiche Training und darf selbst entscheiden, welchen Job derjenige später machen will. Kriegerinnen sind nicht selten und ebenso wäre es normal, wenn ein Grintelmann Näher oder Koch wird.

2) Die Demokratie. Fast wie eine Utopie.  

Ja, es gibt einen König, aber das Anti-Klischee hier ist, dass dieser nicht durch Geburt oder Blut ernannt wird, sondern vom Volk gewählt. Und erstmal wird man zum Prinzen, bevor der Prinz dann vom König gelehrt wird und erst dann König wird, wenn der vorherige König die Krone abnimmt. Das muss nicht mal durch Tod passieren, sondern ist oft so, dass er das Alter erreicht hat oder einfach keine Lust mehr hat, König zu sein (lol).
Der König ist ebenso kein richtiges höheres Rang, sondern bloß der Repräsentative vom Volk. Viele wollen gar nicht mal Prinz/König werden, weil das nur mehr Verantwortung und Pflichten bedeutet. 

3) Deren Einstellung zum Tod.
 

Ist eine kleine Sache, aber es ist immer wieder toll zu sehen, wenn Völker keine negativen Einstellungen zum Tod haben und demnach die Verstorbenen nicht nachtrauern, weil sie glauben, diese nun endlich frei sind. Ich kann dem nur zustimmen, und bin der gleichen Meinung wie sie.
 

4) Die ganzen Klischees auf einmal. 

Überwiegend noch ein negativer Punkt, aber andererseits, dadurch, dass hier gefühlt mehrere Bände übersprungen wurden, muss man sich in den nächsten Bänden nicht quälen, dass der Autor den Protagonisten endlich
zum König ernennt, weil er das jetzt schon mehr oder weniger ist.
 
Ist auf der einen Seite erfrischend, dass das alles so schnell gelaufen ist, denn so weiß man nicht, was genau der Plot der nächsten Bände sein wird. Wie muss sich der Protagonist denn noch beweisen, wenn er schon den höchsten Rang hat? Damit kann sich der Autor auf andere Sachen konzentrieren, und die Möglichkeit besteht auch noch, dass Wattsche seinen hohen Rang verliert.

5) Die lustigen Namen! 

Eigentlich nur bei den Männern, aber naja, trotzdem. Der Protagonist heißt zum Beispiel <i> Wattsche </i>. Dann gibt's noch Linkshand, Grunzer, Eisenmund, ...

6) Das leckere Essen und Trinken. 

Lustig, aber ist so. Grintel sind ja keine Menschen und haben durchaus eigene Speisen. Zum Beispiel Kürbistee oder Brombreerbrause oder Waldmeisterbowle. Kreativ. Weiter so, und dann kann man ein Fantasy-Kochbuch rausbringen – sowas find ich immer toll.

7) Der Schreibstil 

Einfach, aber angenehm und schnell zu lesen. Alles konnte man sich gut vorstellen, von daher ist mir ein hoher Wortschatz auch nicht wichtig.
Die Schrift im Taschenbuch ist groß – nicht so groß wie bei Kinderbüchern, aber größer als bei YA –, was ebenfalls angenehm ist. Zumindest meine Augen bevorzugen größere Schrift.

~~~

Viele negativen Punkte, aber wie gesagt auch positive. Mir hat im Großen und Ganzen das Lesen schon Spaß gemacht und war auch schnell durch (3h). 
Auch wenn ich nicht sooo erpicht auf die nächsten Bände bin, werde ich sie mir wahrscheinlich dennoch durchlesen. Vor allem auch wegen dem Worldbuilding, hoffe ich, dass einiger meiner Fragen beantwortet werden, von daher fände ich eine Fortsetzung so oder so sinnvoll.

Generell bin ich gespannt auf mehr vom Autor, denn Potential hat er.
Und sein Autorenportrait ist auch echt kreativ!

Übrigens gefällt mir das Cover auch sehr gut – einfach und monoton, aber treffend. 

-26.11.23
challenging lighthearted mysterious tense medium-paced
Plot or Character Driven: A mix
Strong character development: No
Loveable characters: Complicated
Diverse cast of characters: No
Flaws of characters a main focus: Yes

 Nichts Neues. Derselbe Klischee, den es schon überall im Hetero-Romantasy gibt. 
 
Ich fühle mich schon etwas schlecht, so wenig Sterne zu geben, aber ganz ehrlich… wenn man’s nicht in den Klappentext schreibt, dass es Romantasy ist, aber Romance doch sehr im Vordergrund steht, selbst schuld, muss ich ehrlich sagen. 
Die Romantasy-Leser legen das Buch womöglich weg, weil sie denken, dass kein Romance dabei ist (denn der Crush wird eigentlich immer im Klappentext erwähnt), und Nicht-Romance-Leser kaufen es, weil sie sich freuen, dass es endlich mal Fantasy ohne Romance geht. 
Was einfach nicht für beide Seiten funktioniert. Leser sind enttäuscht, und die eigentliche Zielgruppe, der es gefallen würde, findet es nicht. Außer diejenigen, die auch aktiv Rezensionen lesen, aber das machen ja nicht alle. 
    
Ich mein, als ich das Buch gesehen hab, sahen Titel und Cover schon sehr typisch YA-Romantasy aus. Ich hatte keine großen Hoffnungen, aber nachdem ich den Klappentext gelesen hab, dachte ich doch tatsächlich, dass der Tag gekommen war: High-Fantasy ohne Romance. 
Ein wenig Zweifel hatte ich ja schon, aber der Name Arely hat mich dann doch „manipuliert“. Für Kontext oder all diejenigen, die mir nicht auf Instagram/Amino folgen: ich hab einen OC namens Arely. Der Name ist schon relativ unbekannt, weshalb ich nicht gedacht hätte, den mal in einem Hauptcharakter zu sehen. (Ja, ich weiß, der Grund ist schon etwas dumm.) 
Vielleicht war es Schicksal, wer weiß, aber sehr Spaß hat mir es nicht gemacht. Romantasy ist nicht mein Genre, zumindest nicht Hetero. 
 
Alle, die ACOTAR lieben oder mögen, werden sicher auch das mögen, aber wer meine Bewertung zu acotar sieht, der weiß, dass das nichts für mich ist. Zu hetero, zu misogyn, zu mainstream, zu klischeehaft. 
Ein wenig besser war hier, dass die Protagonistinnen bereits 22 sind, und nicht 16, wie so immer in YA, also immerhin. Trotzdem haben sie sich teilweise verhalten wie Teenager; und ja, ich weiß man ist in dem Alter noch nicht ganz erwachsen, aber wäre nicht gesagt worden, dass sie 22 sind, hätte ich sie auf maximal 18 geschätzt. 
 
Ich fand es schon interessant und einigermaßen spannend, die Geheimnisse des Licht- und Schattenreiches zu erfahren, und was es mit dem Nebel auf sich hat. 
 
Das Ding nur ist, dass alles sehr vorhersehbar war und absolut nichts Neues ist. Und die meiste Zeit, wann immer mal was preisgegeben wurde, wurden mehrere Seiten mit Romancedrama verschwendet. Das Buch wäre locker um die Hälfte kürzer, wenn man die ganze Romance und Erotik streicht. 
 
Vor allem war es nicht mal nötig. Gerade was das Liebesdreieck angeht. 
Ich finde Romance an sich nicht schlimm und auch gibt es ein paar wenige Romantasy-Bücher, die ich mag, auch wenn es nicht mein Genre ist. 
Nur muss das dann auch gut geschrieben sein. Die Romanze hier hat sich des Öfteren gezwungen angefühlt, nach dem Motto, jedes Fantasybuch braucht auch Romance, weil es anscheinend nicht ohne geht. Der Gedanke, dass Leser womöglich auch kein Romance mögen würden, da die ganzen Mainstream Bücher (*hust* acotar, iron flame *hust*) diese sehr klassische Romance haben und sehr sehr beliebt sind. 
 
 Wenn man Erotik schreibt, dann soll man’s auch richtig tun. „Ich umfasste seine Männlichkeit.“ … Ohne Kontext weiß man noch nicht mal, was damit gemeint ist. Ich denke mal, die Männlichkeit soll den Penis darstellen. Ist das wirklich nötig? Kann man nicht einfach Penis schreiben oder wenigstens Hoden oder männliches Glied??

Ich weiß nicht, ob die Autorinnen sich von dem Mainstream manipulieren lassen haben oder ob sie die YA-Romance von Anfang an geplant haben… beides würde hinkommen. 
Ist an sich auch egal. Es bestätigt nur wieder einmal, warum ich keine Mainstream-Bücher lese. 
 
 
Der Schreibstil war an sich gut und die Welt einigermaßen interessant bzw. hatte Potential, aber auch nichts Neues. Licht- und Schattenreiche sind keine neue Idee im Fantasygenre, also hab ich schon etwas mehr Einfall/Abwechslung erwartet. Vielleicht ein paar Plottwists, die es in anderen Büchern nicht gibt. Aber die kamen nicht. Oder vielleicht mehr Diversitäten (Sexualität, Behinderungen (physisch sowie mental), körperlich, religiös (ja, gut, es gab nur eine „Religion“ bei denen, aber es gibt doch immer Leute, die sich neue ausdenken, selbst bei so kleinen Völkern), etc. Es gab nicht mal übergewichtige, sondern jeder (vor allem die weiblichen) hatten die perfekte moderne Statur.) 
 
Immer dieser Trope, wo man eine Romanze schreiben will, aber auch Fantasy, und dann copy-pasted man die klischeehafte Fantasywelt mit den klischeehaften Protagonistinnen und Liebespartnern (+ Liebesdreieck), steckt den klischeehaften Konflikt der beiden Königreiche rein, und puff, neues Buch. 
Gerade bei 2 Autoren denkt man, sie würden sich Klischees ausreden und zusammen Neues ausdenken, aber anscheinend nicht. 
 
Was die Charaktere an sich angeht… 
Uff, es war schon ein wenig anstrengend. Bei den Protagonistinnen bin ich immer hin- und hergeschwankt. Mal fand ich Noreia extrem nervig, dann wieder Arely, dann Noreia, usw. Ich konnte zwar beide eig. immer verstehen, aber das machte es nicht besser. Gerade bei sowas mag ich die Ich-Perspektive nicht… Ich hab mich zwar über sie gesorgt, aber es war echt nur anstrengend, weil es immer wieder was gab, das mich über sie wütend gemacht hat. Vielleicht war es auch ihre innere Wut und Hilflosigkeit, die auf mich abgefärbt hat... 
Die anderen Charaktere waren aber nicht viel besser. Ganz im Gegenteil. Für die Protagonistinnen hab ich mich anfangs wenigstens noch gesorgt und gehofft, dass sie überleben, aber bei jedem anderen war es mir eig egal… naja, bis auf Aislinn und anderen ähnlichen Angehörigen. Sonst war aber jeder so nervig, dass sie es verdient hatten, zu leiden. 
Zum Ende hin wollte ich eigentlich nur noch, dass sie alle sterben. Dieser Hass der beiden Königreiche war einfach nur zum Kotzen. 
 
 
Das Ende war auch so schlapp. Sehr vorhersehbar; nichts, was mich irgendwie überwältigt oder irgendwelche anderen Emotionen, als nerviges Augenrollen in mir ausgelöst hat. Ich war einfach nur froh, dass ich endlich fertig mit dem Buch bin. 
Okay, ein ganz wenig war ich doch überrascht, weil ich erwartet hatte, dass beide überleben. Ich hatte es zwar in Erwägung gezogen, dass nur einer überlebt, aber meine Wette lag mehr darauf, dass sie beide überleben. Also doch ein wenig Überraschung, aber umgehauen hat es mich nicht. Ja, der Tod der einen war ein wenig traurig, aber auch nicht traurig genug.
 
 Wie gesagt war ich einfach nur froh, dass es jetzt endlich vorbei ist. Und vor allem die ganze Wut und der Hass aufhört. 
 
Geendet hat es dann so wie ein Disneyfilm: der dunkle Fluch gebrochen, die Bestien zurück in Menschen verwandeln und überall wurde es wieder grün, wie durch Zauberhand. 
Der einzige Pluspunkt hier: es endete nicht mit einer Hochzeit zwischen
Coel und einem der Protagonistinnen. Ich hatte Coel die ganze Zeit über gehasst, und musste immer nur kotzen, wenn er nur erwähnt wurde. Ist zwar schade, dass er doch noch im Königreich geblieben ist, aber wenigstens sind sie nicht wieder zu einem Liebespaar geworden. Wenigstens etwas.
 
 
Diese einzelnen Pluspunkte haben meine Entscheidung der Sterne doch erschwert (ich schwankte zwischen dem 2. und 3. Stern), also hier eine Unterteilung meiner jeweiligen Bewertungen: 
Charaktere: 2/5 
Story: 2,5/5 
Worldbuilding: 2/5 
Unterhaltung/Spaß: 1/5 
Gefühle: 2/5 * 
Schreibstil: 3,5/5 
Idee/Originalität: 1/5 
 
*Gefühle = damit meine ich, welche Gefühle – von den 5 Hauptemotionen – ich beim Lesen gespürt hab. An sich vermischt es sich ja immer, aber zum Verständnis: 
-Wut: hab ich am meisten gespürt, die ganze Zeit über. Gab immer irgendwas, das ich nicht mochte und aufregen musste. War sehr anstrengend. 
-Ekel: geht mit Wut einher. Entweder es hat mich wütend gemacht, oder geekelt. Gerade die Romance-Szenen fand ich nach einer Weile echt abartig. Ein paar Erotikszenen hab ich dann nur noch überflogen. Es war irgendwann nur noch Cringe und zum Kotzen. Keinen der Paare hab ich annähernd geshipt. 
-Angst: kein bisschen, nicht mal um die Protagonistinnen. 
-Freude: auch nicht wirklich. Ab und zu, als Arely ihren verdienten Sieg bekommen hat, aber auch das vermischt sich mehr mit Wut. 
-Trauer: null. Das Ende war ein wenig traurig, aber nicht zu sehr, dass ich mich wirklich traurig gefühlt habe. 
—> 2 von 5, weil Wut sich mit jeweils 2 vermischt hat. Freude war so gering, dass ich es nicht als einen Punkt zählen kann. 
 
Endergebnis: 
2+2,5+2+1+2+3+1 = 13,5 
13,5 / 7 = 1,93 
Welp, scheint wohl, der 3. Stern schien in der Mathematik nicht mal zu Verfügung zu stehen… 
 
 
Ich bedanke mich trotzdem an die Autorinnen für ein Rezensionsexemplar. 
Mir bereitet die schlechte Bewertung genauso wenig Freude wie euch, aber vielleicht könnt ihr ja einen meiner Kritikpunkte in eurem nächsten Werk umsetzen. Gerade was Diversität angeht. 
 
-30.11.23 
 
adventurous funny tense medium-paced

 )

Neues Abenteuer für Coralee – diesmal kein ganz offizieller Auftrag und noch dazu werden sie in die Hölle befördert!

Mal wieder tolles Cover und der Schreibstil ist humorvoll bissig gut.

Als Ryan – der Liebhaber von Coralee – heimlich mitkam, hatte ich schon Befürchtungen, dass er überflüssig wird oder nur im Weg. Oder die beiden Liebhabenden würden 24/7 nur flirten. Zum Glück war dem nicht so. Er war zwar überwiegend im Hintergrund und ich hab ihn hier & da vergessen, er war am Ende aber eine große Hilfe. Immerhin.
Naja, angenehm war dies für die Charaktere nicht, hat aber aus der Patsche geholfen.

Das Gleiche gilt auch für die anderen Charaktere. In diesem Band waren deutlich mehr dabei und hier merkt mensch den Minuspunkt von Kurzgeschichten: Viele Charaktere geraten schnell in Vergessenheit, wenn sie der Story nichts beitragen. An sich wüsste ich zwar auch nicht, wie sie sich nützlich hätten machen können, denn dann wären es zu viele Charaktere für die Länge, aber hin und wieder hätten sie erwähnt werden können, wenn auch nur für Beschreibungen der momentanen Lage.
Andererseits fand ich die Menge auch ganz toll, denn damit war es ein wenig bunter und ereignisreicher.

Gefallen hat mir Mexiko mit dessen Bewohnenden nicht so sehr wie ich erhofft hatte. An sich mag ich Mexiko und überwiegend war die Reise spaßig, die mexikanischen Charaktere wurden aber recht stereotypisch dargestellt, was enttäuschend ist. Klar sind noch viele Mexikaner*innen heutzutage etwas hinterher, was Geschlechterrollen und so angeht, aber nicht alle, und es wäre schön, wenn sie auch mehr positive Repräsentation in Geschichten wie diesen bekämen.

Das waren aber auch nur Kleinigkeiten und insgesamt hat es mir gefallen.
Ich glaube, die Nähe der Charaktere war im letzten Band tatsächlich das Problem, denn, obwohl ich nur den zweiten und noch nicht den ersten Band gelesen hab, hab ich nun schon eine gewisse Nähe zu den Charakteren aufgebaut und so auch nicht mehr das Gefühl, als hätte irgendwas gefehlt.

Chantico war übrigens auch ein toller Charakter auf der Seite des Antagonisten (naja, sie gehörte zwar zum Antagonisten, war aber ein eher neutraler Charakter) und sehr unterhaltend. Ihr und ihrem Sohn könnt ich den ganzen Tag zuhören!

-06.11.23

Vielen Dank auch an die Autorin und den Verlag, mir ein digitales Rezensionsexemplar zuzuschicken und mich an der Leserunde teilhaben zu lassen!
Die Meinung ist meine eigene und wurde davon nicht beeinflusst.
adventurous funny inspiring lighthearted mysterious medium-paced

(English below.)

So wunderschön!!
Die Zeichnungen bzw. Gemälde sind mit so viel Liebe kreiert worden, was mich als Künstler selbst wärmt.
Außerdem sind auf manchen Seiten teilweise ganze Wimmelbilder – alas, so viele Details!
Man könnte stundenlang drauf starren und danach trotzdem das Gefühl haben, man hätte noch etwas übersehen.

Die Idee mit dem Rucksack ist auch sehr super. Zwar nicht unbedingt was neues, aber dafür nicht weniger unterhaltsam. Schließlich weiß man nicht immer, was der Junge als nächstes vom Rucksack bekommt oder wie es ihm aus der Patsche hilft! Und es funktioniert als Plotidee.

Genial auch, dass Sven nicht am Ende preisgibt, wie der Junge überhaupt an den Ort gekommen ist. War es ein Traum? Aber wie ist er dann an den Rucksack gekommen? Das gibt guten Gesprächsstoff für nachher, muntert die Kinder nicht nur auf, es noch einmal zu lesen, sondern auch Theorien auszudenken – und Kreatives Denken sollte man ja schon im frühen Alter fördern.
Dadurch, dass der Protagonist durch gefühlt die ganze Welt reist, auch wenn es eine Fantasywelt ist (oder ist es das?), trifft er auf verschiedene Kulturen, die sicherlich von unseren inspiriert wurden – aus der Gegenwart, sowie Vergangenheit. Vielleicht macht es das ein oder andere Kind neugierig und bestimmt eure nächste Urlaubsreise. ;)

Gerade für Leute – ob jung oder alt, klein oder groß –, die mit Pettersson und Findus aufgewachsen sind, sollten auch das wenigstens durchblättern! Abenteuerlich, spaßig, und der Zeichenstil verleiht Nostalgie.

Die Geschichte an sich mag nichts Legendäres oder Neues sein, aber die Bilder sind es definitiv wert! Glaubt mir, ihr könnt euch total verirren in manchen Seiten, genau wie unser Protagonist. Den text an sich hatte ich in ungefähr 5 Minuten durch, aber auf die Bilder hab ich locker eine Stunde gestarrt. <3
(Und war auf der Suche nach Easter-Eggs, hehe. Ich finde, der eine U-Boot-Fahrer sieht ein bisschen wie Pettersson aus!)

~

Vielen lieben Dank an den Verlag Oetinger, mir ein Rezensionsexemplar zuzuschicken! Hat mich sehr gefreut.
Gerade weil die meisten anderen in der Leserunde sich als Elternteil mit ihren Kindern beworben haben, hab ich es für mein eigenes inneres Kind gelesen. Wenn mich meine kleinen Cousins aber mal wieder besuchen oder ich sie, zeige ich denen das Buch ganz bestimmt. ;)

-25.11.23

~~~

So wonderful!!
The drawings/paintings are created with so much love, which warms my heart as an artist.
Also, some pages are so detailed, they're pretty much wimmel-pictures!
You could stare at them for hours, and still feel like, afterwards, that you've missed something.

The idea with the rucksack is also nice. Not really anything new, but no less entertaining either. After all, you don't always know what the boy might get from the rucksack next time or how it'll help him in crucial situations! It just works, as a plot idea.

It's also genius that Sven doesn't reveal how the boy even got there. Was it a dream? But how did he get the rucksack then? That serves as a good conversation topic for later, and encourages kids to not only read it again, but also think of theories – and Creative Thinking should be practiced early on already.
Because the protagonist travels through pretty much the whole world, even though it's a fantasy one (or is it?), he meets different cultures, who are very likely inspired by our own – from present and past. Maybe one of your kids will get curious, and plan your next vacation. ;)

Especially for people – old or young, big or small –, who grew up with Pettersson and Findus, should at least flip through this! Adventurous, fun, and the art style fills you with nostalgia.

The story itself might not be anything legendary or new, but the pictures are definitely worth it! Believe me when I say, you can totally get lost in some pages, just like the protagonist.
The text itself I finished in around 5 minutes, but took at least an hour, staring at the pictures! (And was on a search for easter eggs. I think the submarine owner looks like Pettersson!)

~

Many thanks to the publisher Oetinger, for sending me a review copy! Made me very happy.
Especially because almost everyone else in the reading round applied as a parent with their kids, while I read it for my inner child.
If my little cousins should visit me again or I visit them, I'll for sure show them the book, though. ;)

-25.11.23
challenging funny lighthearted tense medium-paced
Plot or Character Driven: Character
Strong character development: No
Loveable characters: Complicated
Diverse cast of characters: Complicated
Flaws of characters a main focus: Yes

I wasn’t very fond of Jun at first, as I’m not a fan of Lolis, especially when they’re used as love rivals. But when Nadeshiko offered for them to be a poly... didn’t find the idea too bad actually. Why not. 
Although they’re age gap is pretty large, and they’ve known each other since they were really small (*), polycules still are quite underrated, or rather, underrepresented. So, yea, in that sense it’d be cool, and Nadeshiko’s imagination of their threesome actually looked good... 
 
However, when Jun was hiding in the closet (ha, I see what you did there, author) and listening to their conversation purposefully to find things out... nah man. Not a fan of eavesdropping, especially when it’s because of jealousy. 
 
(*) Idk, technically childhood friends to lovers isn’t bad, but all the memory flashbacks to when they were young (and especially Nadeshiko’s lewd imaginations) is a bit uncomfortable... 
 
 
I first continued this to find out what Nadeshiko’s “mother” wants and all that, but honestly, that woman has become so annoying, that I’d rather she just left them alone. 
Also maybe because I’m not a fan of that third-party-therapist trope, when the couple could resolve things if they just talked with each other. Well, it’s not like they don’t talk, but in this case I don’t like her “mother’s” ideas and the way she’s 24/7 stalking Akane... is she secretly in love with her and seeing her do it with a sex-robot is what turns her on? Or is Akane really just nothing but a test person for her career, basically? 
Idk, but I hope this won’t turn out a romance. Stalking tropes are just... nope. 
 
-24.11.23 
funny lighthearted tense medium-paced
Plot or Character Driven: Character
Strong character development: Complicated
Loveable characters: Yes
Diverse cast of characters: Complicated
Flaws of characters a main focus: Yes

 Akane gets an invitation to attend a secret meeting of all owners of sex-robots. She hopes to get some answers on basically everything, but it turns out the meeting only creates more questions. 
Only the reader gets to know why: because it wasn’t a meeting. Akane apparently has a one-of-a-kind robot, and it seems a childhood friend of hers is behind that? Not exactly sure in which relationship she is to Akane or what she gets from stalking and watching her with her machine... okay, maybe that’s her fetish and maybe she needs someone to test the robot. But apart from that? There seems to be more at least. 
 
Akane meanwhile gets to experience a new feature from Nadeshiko: illusion sex. Kind of. Nadeshiko can connect with every device, such as normal glasses, which then connect to Akane's brain and make her see things. For example a duplicate version of Nadeshiko. Not only does she see her but also feel, hear, etc. 
So, yeah, there’s a threesome chapter. 
Which is cool, but also creepy. Imagine a robot can hack into a normal pair of glasses and have access to your brain and therefore all of your senses! If that robot falls into the wrong hands... damn. 
 
Well, apart from the technological aspects, the story is not that interesting. 
Though the volume ends with a new character introduced, probably a love rival. 
And apart from that, I do wonder what Nadeshiko’s creator wants exactly or who she is and all that. So, yea, I’ll be continuing. 
 
Also, on the other hand, there’s no homophobia. It does play in the future, but not that far, so it weren’t that surprising, if people still haven’t accepted that queerness won’t go away, but it’s great that this is not the case. It’s normal, and that deserves half a star more, so 3.5! 
 
-24.11.23 
hopeful inspiring lighthearted reflective tense medium-paced
Plot or Character Driven: A mix
Strong character development: Yes
Loveable characters: Yes
Diverse cast of characters: Yes
Flaws of characters a main focus: Yes

Bianca has reached marrying age and in Renaissance Italy this means your parents find you a suitable partner to marry and bear children with. For Bianca, this means the rich merchant Giovanni, whom she never met. All she'd want is to at least get to know the man she's gonna spend the rest of her life with, but that of course isn't a woman's right.
Her grandmother then tells her a secret, which might just be the opportunity Bianca was looking for. Who knew it's also what will change her life for the better, even if that path isn't as easy as it may seem.

~

That was honestly really good, and much better than I'd expected.

Characters & audience
The author portrays women realistically, both the way men see them and the way they are among each other.
For plot reasons, all women kind of had different opinions about their lifestyle.
Bianca, the protagonist, of course was a feminist fighter, but it still was realistic and according to the time period. It took a while until she started fighting actively and even then it wasn't as active as it would be for our modern times (in case you're afraid this might be just another feministic fairytale). And even at the end, her rights go as far as the time period and the men around her allow her to.

I think every man, especially the misogynistic ones, should read this. Not sure if they will get transformed into a normal person then, but it might open a few eyes or at least get a bit of insight.

If you're a woman, it will probably not be anything new, and not even a great novel that will end up being your most favorite. You've seen it all, or most, that Bianca has gone through herself, even in our times.
But still is worth the read. One of the reasons being, is that feminism isn't the only aspect discussed here.

The author doesn't portray men as the only "bad guys", though. He does also show how women corrupt each other and how female pride can be just as bad as men's.

Themes
All in all, this isn't just a comic about women's rights. It's also about lust and sexual desire, religion, society, attraction, freedom and friendship.

The ending is not only beautiful because Bianca is happy (as happy as you can be in times like these), but also because of her relationship to Giovanni.
I'm not gonna spoiler, but while the background characters mostly had their marriage being highlighted in a bad way and what the negative side of marriage is; our main couple shows that even with those negative sides, if you work together, set aside your labels and just see each other as two humans, that bond on paper doesn't have to be your cage. You don't have to follow societal norms, and that includes the reactions and expectant behaviors of what happens when your partner doesn't stick to the "rules".

Art style
The art style might appear as average or "amateurish" at first and maybe still like that once you're finished, and while it's true it's not detailed, it's far from being amateurish. Also, it fits. It's stylistic and looks like it comes out of a sketch book from an artist of that time period. Especially the bonus sketches at the end underline that even more.
I don't think a detailed style is necessary anyways; the story comes perfectly across, the emotions feel as intended and you can follow the plot without confusion.
Characters are diverse, both in appearance and in personality. With a stylized style, the artist also doesn't have to stick to the strict laws of anatomy and has more freedom to express his creativity, so that's a plus.
Colors are also used confidently.
What more do you want?
An easy style also lets you read it faster, because you (or I at least) don't feel guilty about not staring at it for as long as some other styles deserve. (You know that feeling, when a painting is so detailed that you feel like the only justification would be to put it into a museum, where people can stare at it for hours? Yeah, you don't have to worry about that here. Though it still is good enough to be stared at, and you could for sure put some pages into a museum, if you liked.)

~

Overall, very good, as said, and recommended to every gender as well as every age group. (The erotic scenes are less graphic than what primary schoolers learn in sex education, btw, so even children can read it.)

-24.11.2023
adventurous lighthearted fast-paced

Die deutsche Originalversion gab es auf Apple Books kostenlos zum Download, also dachte ich mal, ich lade es herunter und weil es so kurz ist, habe ich es auch gleich gelesen.

Eine nette Kurzgeschichte, nichts krasses, aber auch nicht schlecht. 
Charaktere sind typisch Kinderbuch und stechen nicht großartig heraus, aber dafür gibt's auch nichts Negatives. Die beiden Hauptcharaktere (Flovely und Flirty) nur sehr klischeehaft gezeichnet – im Prinzip Kopien voneinander, nur der Junge hat blaue Kleidung und das Mädchen rosa...

Die Kommafehler bzw. die fehlenden Kommas waren ein wenig nervig. Also bei 17 Seiten kann man sich doch einen Betaleser leisten, oder nicht? 

-23.11.23

adventurous funny inspiring lighthearted relaxing medium-paced
Plot or Character Driven: Character
Strong character development: Complicated
Loveable characters: Yes
Diverse cast of characters: Yes
Flaws of characters a main focus: Complicated

4.5

Das war schön. Und sehr lustig am Ende. XD

Rucella ist eine sehr sympathische Protagonistin und Esmeralda, ihre beste Freundin, ebenso. Beide haben ihre "spitzen" Seiten, aber finden am Ende immer wieder zueinander, lassen Auseinandersetzungen nie lange auf sich ruhen und wissen, wie Kommunikation funktioniert. Obwohl es mit über 200 Jahren wiederum auch nicht überraschend ist, dass die Charaktere so reif sind. 

Aus diesem Grund fehlt es dem Buch allerdings ein wenig an Schwung, da es kein Hindernis oder Ziel gibt, das der Protagonist bzw. die Hauptcharaktere überwinden bzw. erreichen müssen. 

An sich finde ich es nicht schlimm, eine slice-of-life Geschichte zu haben, die, ähnlich wie Kinderserien, episodisch aufgebaut sind und nur pro Folge/Kapitel ein Ziel haben, anstatt ein Finale, auf das sie von Anfang bis Ende hinarbeiten. Sowas ist ja auch mal gut, einfach ein Buch zur Entspannung zu lesen, und nicht jede Geschichte braucht Drama oder Anspannung.
Ebenfalls ist es toll, gesunde Freundschaften zu haben und über sie zu lesen. Die beiden Hauptcharaktere können echt ein Vorbild für mancher Leute sein!

Da ich zurzeit nur sehr in einer Nervenkitzel-Stimmung bin, fand ich es doch ein wenig zu entspannt manchmal. Liegt aber wirklich nur an meiner momentanen Stimmung – ich weiß, dass ich es ansonsten sehr genossen hätte.

Ich glaube, das Buch wäre eine gute Lektüre in der Weihnachtszeit. Nicht nur wegen dem letzten Kapitel mit der Sternenzaubernacht (Hexen-Version von Weihnachten), aber auch. Wäre aber perfekt für eine Art Adventskalender. Ungefähr jeden Tag ein bis drei Kapitel, und damit arbeitet man sich jeden Tag ein Stückchen mehr auf Weihnachten vor, wie Rucella. (Auch wenn nicht viele Kapitel in der Winterzeit spielen.)
Natürlich nur ein Vorschlag, aber ich denke, das wäre eine gute Sache. Gerade weil sowas Entspanntes womöglich durch den stressigen Dezember helfen könnte.

Außerdem find ich, dem Buch fehlen Illustrationen. Muss nicht mal was krasses sein, aber halt kleine Bilder am Ende vom oder im Kapitel zwischendurch, passend zum Inhalt des jeweiligen Kapitels. An sich braucht man die nicht, um sich alles vorzustellen – der Schreibstil ist gut genug –, aber weil es eben ein Kinderbuch ist, hätte es gut gepasst. Zumindest fühlen sich die Seiten irgendwie ein bisschen "leer" an manchmal. Oder auch wegen dem bunten Cover, ist der physische Inhalt ein wenig zu "schwarz-weiß".

Apropos Kinder(-serien/-buch), hat mich das ganze des Öfteren ein Bibi Blocksberg erinnert – eine Kinderserie (und Hörbuchreihe) des gleichnamigen Charakters, welcher eine junge Hexe ist und täglich mit ihren Hexen- aber auch Menschen-Freunden tolle Abenteuer erlebt. Diesen Vibe hat Rucella auch, bloß eben als alte Hexe (bzw. Hexmensch). ^^

-22.11.23

Vielen Dank an die Autorin für ein Rezensionsexemplar!
Die Meinung ist meine eigene und wurde davon nicht beeinflusst.

Übrigens würde ich mich über eine Fortsetzung freuen bzw. Rucella, Mimi, Esmeralda & Stiefel gern wiedersehen und ihre Abenteuer weiterhin verfolgen!