1.31k reviews by:

horrorbutch

Filter

Dnf at 30% & 1 star bc the trans erasure here is just gross. I'd also expect more bi, pan, ace & trans women's history from a book claiming to be about "queer women" but its mainly about lesbians while grouping trans men under the category of lesbians (apparently there's a foreword by the author in the English version defending this focus on agab bc ~history~ which unfortunately was absent in the german version or I would have quit sooner). You can't write a history on queer women while erasing such important parts of our history and forcibly claiming others! It also didn't really offer anything new or interesting to me im the first third that I've read and so if you know anything about queer history already I'm not sure how many interesting things you'll find here. Plus I really disliked the writing style and the quips in here, they are boring and mainly just variations on 'lol she was a lesbo for sure!!!! Girl Best Friends Eating PussPuss! JustLesboThings! Haha lesbians! Girl-Licker uh Liker ;)', it just kept distracting me because of how annoying it was.

Phenix Kühnert ist eine trans Aktivistin und ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Es stellt auch sehr schön dar wie ihre persönliche Geschichte aussieht und welche schönen aber auch schlechte Erfahrungen sie in der Welt gemacht hat, beim Dating aber auch in der Familie, der Schule und in der generellen Öffentlichkeit. Aber auch manch thereotischer Ausflug zu Feminismus und Sport war dabei.
Vielleicht habe ich mir zuviel erwartet, denn mir war es manchmal ein bisschen zu sehr auf ihre persönliche Erfahrung als Einzelperson eingeschränkt und ich hätte mich teilweise über einen weiteren Blick gefreut. Auch Phenix‘s Arbeit als Aktivistin hätte ich gerne ein bisschen mehr miteinbezogen gesehen und erfahren wie es ihr dabei geht.
Der Schreibstil war teilweise ein bisschen schwer zu folgen. Sie spricht sehr offen und einladend, doch der rote Faden hat mir leider teilweise gefehlt und war ein großer Grund warum mir das Buch nicht so gut gefallen hat. Es hüpft zwischen verschiedenen (Diskriminierungs-)Erfahrungen hin und her, erzählt manchmal nur von der Vergangenheit und manchmal mit dem jetzigen Wissen beigefügt.
Alles in allem aber auf jeden Fall ein interessantes Buch, besonders da es immer noch eines der wenigen deutschsprachigen Bücher ist, das einen transfeministischen Ansatz verfolgt und daher würde ich es auch trotz der Dinge, die mir nicht so gut gefallen haben, empfehlen!

Eine gute Einführung zu deutschem trans* discurs und nichtbinäre Identität. Gut als Einsteigewerk für Allies von trans* und nichbinären Menschen und die, die es werden wollen. Auch zeigt das Buch gut auf auf welche Arten und Weisen cis Menschen ebenfalls von dem binären und sexistischen Geschlechtersystem verletzt und eingeengt werden. Ein Teil des Buches begutachtet auch welche Kräfte in Medien und anderswo gegen trans* Rechte kämpfen und welche konservativen Zusammenschlüsse sich dabei oftmals bilden. Ebenso behandelt das Buch Möglichkeiten, wie wir die Sprache anpassen könnten und mehr Menschen einzuschließen und wiederlegt warum der ganze Anti-Gender-Wahn von Konservativen nicht "wertfrei" und "normal" ist, sondern ebenso von der Politik der jeweiligen Leute beeinflusst wird.
Für mich als betroffene Person, die selbst nichbinär ist, war aber leider nicht wirklich neues oder besonders Interessantes in dem Buch dabei. Es ist natürlich auch teilweise nett ein Buch zu lesen, das viel bestätigt und zusammenfasst, was man von anderen trans* Aktivisten und Theoristen ohnehin schon kennt, aber ich würde daher Menschen, die sich mit dem Thema schon auskennen, ein bisschen einbremsen, damit ihr euch nicht wie ich zuviel erwartet. Auch ist das Buch weniger Zukunfts-fokussiert als ich gehofft hatte und begutachtet eher die Momentanzustände in Deutschland in Zeiten vor dem Selbstbestimmungsgesetz. Das kann natürlich auch sehr gut und interessant sein, war aber nicht was ich mir bei dem Klappentext erwartet habe und da ich mich ebenfalls schon mit dem Diskurs befasst habe und die verschiedenen Spielfiguren der deutschen Anti-Trans* Szene kenne, war es leider auch nicht sonderlich interessant. Das direkte Erwähnen von gewissen Personen wird auch dazu führen, dass das Buch relativ schnell auf eine gewisse Zeit (die frühen 2020er) festzumachen ist, wodurch ich mit dem Buch eben nicht wirklich in die Zukunft schauen konnte, sondern im Hier und Jetzt geblieben bin.
Ich fand besonders das letzte Kapitel interessant und hätte mir gewünscht mehr über diese nichtbinäre Zukunft zu erfahren, da ich die Ideen und Hoffnungen, die hier nur angeschnitten werden, selbst sehr interessant und wichtig finde. Utopien sind wichtig, den durch sie können wir eine bessere Zukunft träumen, und dabei ist das Buch ein bisschen zu kurz gegangen für mich. Trotzdem war es sehr schön zumindest einmal einen Schritt in die Richtung zu machen.
Alles in allem wahrscheinlich ein interessantes Buch für Menschen, die entweder bisher wenige Berührungspunkte mit nichtbinärer Identität hatten oder gerne ein bisschen mehr über den momentanen politischen deutschen Diskurs zu trans* Menschen erfahren möchten.

Dieses Buch hält wirklich sehr viel davon was es verspricht. Es gibt viele Tipps und Ratschläge wie man besser mit seinem AD(H)S umgehen kann, wie die Symptome in Erwachsenen ausschauen, der Unterschied zwischen ADHS und ADS, welche Stärken und Problemfelder oft auftreten und wie verschiedene Bereiche davon beeinflusst werden und wie man in diesen bestimmten Bereichen damit arbeiten kann. Es ist besonders für Menschen, die sich eher noch nicht damit befasst haben, wie sie mit ihrem AD(H)S besser umgehen können gedacht und daher waren einige der Tipps für mich eher langweilig, da sie mir einfach schon lange bekannt waren. Mir gefielen besonders die Einleitungstexte, die AD(H)S nochmal gut und einfach erklärten, die Kapitel zu Beziehungen und zur Steigerung der Aufmerksamkeit sehr gut.
Ein Hauptproblem für mich war dass ich die Audioversion gehört habe. Diese machte das einfache Überspringen von Bekanntem eher schwer und besonders die Arbeitsaufträge waren nicht sonderlich gut verwendbar ohne extra Aufwand. Daher würde ich jedem der wirklich damit arbeiten möchte die gedruckte oder ebook Version empfehlen. Trotzdem konnte ich mir einiges Interessantes rausnehmen und würde das Buch daher trotzdem empfehlen, besonders wenn man einfach nur ein kurzes Buch sucht um zu lernen auf welche Weisen man besser mit seinem AD(H)S umgehen lernen kann.