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franthebooknerd

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Tanya Byron beschreibt in ihrem Buch "Das Gehirn meiner Großmutter - Wahre Geschichten aus dem Alltag einer klinischen Psychologin" verschiedene Fälle aus ihren Praktika während der Ausbildungszeit. Mit ruhiger Stimme führte sie mich durch die Geschehnisse, konnte mich dabei aber mitreißen, sodass ich mich sehr gut in sie hinein versetzen konnte. Die geschilderten Fälle sind allesamt beispielhafte Abbildungen verschiedener Krankheitsbilder bzw. Personengruppen, sind dennoch aber spannend und gut erzählt.




"Doch an diesem Märzmorgen drehte sich alles ausschließlich um Frontallappen: die meiner Großmutter auf der Fußleiste (vielleicht), die ihrer Mörderin - die eindeutig nicht richtig funktionierten - und meine, die mich in einen für mein Alter ungewöhnlichen Zustand ruhiger Vernunft verfallen ließen, was, wie ich jetzt glaube, der Beginn einer Reise war, die mich zu meiner Tätigkeit als klinische Psychologin führte."


Seite 11

Ausführlichere Erklärungen zu dem Buch, welches mich absolut begeistern konnte, gebe ich in meinem Video.


https://www.youtube.com/watch?v=pz0MHwqME74

Wer die Zeitschrift Neon kennt, der kennt auch das Unnütze Wissen. In jeder Ausgabe der Zeitschrift sind Fakten aufgelistet, die zwar ganz interessant sind, die aber eigentlich keiner wissen braucht. Daraus sind mittlerweile schon vier Bücher entstanden, die eine Sammlung der bisherigen Fakten sind. Ich wollte das Buch gerne lesen, weil die Fakten in der Regel sehr unterhaltsam sind und das Ganze eher kurzweilig ist - perfekt also für die fast tägliche Fahrt zur Uni!




"Eine zweijährige Studie, die nahelegte, dass Parkinson durch Ecstasy ausgelöst werden kann, musste aus dem Wissenschaftsmagazin "Science" zurückgezogen werden, nachdem die Autoren festgestellt hatten, dass sie Meth statt Ecstasy verwendet hatten."


Fakt 94

Das Buch hat für mich seinen Zweck erfüllt: Es hat mich unterhalten, ich habe einige witzige Dinge gelernt und es war eine kurzweilige Lektüre. Für Fans vom Unnützen Wissen ist das Buch sicherlich interessant - vielleicht ja auch als Weihnachtsgeschenk.



Luisas Leben erscheint auf den ersten Blick nicht sehr spannend. Sie ist Ende Dreißig, Single, sitzt in einem Großraumbüro in einem schäbigen Bürogebäude und ist umgeben von Kollegen, die sie immer aufziehen und nimmt sich ihre Arbeit auch gerne mal mit nach Hause. Obwohl ich mit Luisa gar nichts gemeinsam habe, war sie mir von Beginn an sehr sympathisch. Sie versucht, aus ihrem tristen Leben das beste zu machen und möchte allem optimistisch gegenüber stehen.




Wow. Geschäftsführerin! Sie hätte die Windschutzscheibe knutschen können. Schwungvoll stieg sie aus und schloss den Wagen ab. Seit Jahren arbeitete Luisa auf das große Ereignis hin. Endlich würden ihr Bienenfleiß, ihre unbezahlten Überstunden und ihr Verzicht auf Urlaub belohnt werden.Seite 5



Es fiel mir nicht schwer, Mitleid mit ihr zu empfinden, da ihre Kollegen wahre Kollegenschweine sind und getreu dem Motto handeln: "Jeder ist sich selbst der Nächste." Auch ihr Chef ist alles andere als toll und dann setzt er ihnen allen noch einen Geschäftsführer vor die Nase, der den Laden eigentlich nur auseinander nehmen möchte.




Wenn alle gleichzeitig telefonierten, verstand man sein eigenes Wort nicht mehr. Wenn einer Ärger, Liebeskummer oder zu viel getrunken hatte, war das ein Gruppenproblem. Und wenn jemand eine antriebsschwache Phase durchmachte, fielen auch alle anderen ins Koma. Was der momentane Dauerzustand war.Seite 7



Als Luisa erfährt, dass sie keine Geschäftsführerin sein wird, gerät ihr Leben erst einmal ziemlich durcheinander - und dann kündigt sich auch noch ihre Tante Ruth an, die Luisa beauftragt hat, ihren Schrebergarten zu pflegen. Luisa hat dies jedoch nicht getan, da sie einen schwarzen Daumen hat (wer mich kennt, der weiß, dass ich das nur allzu gut nachvollziehen kann). Jetzt muss sie nicht nur ihr Berufsleben auf die Reihe bekommen, sondern auch noch nebenher innerhalb von zwei Wochen den Garten auf Vordermann bekommen. Hinzukommt, dass sie gerade ziemlich pleite ist und eigentlich kein Geld für die Gartensanierung auftreiben kann. Doch dann trifft sie in der Gartenanlage auf Eddy, den netten Italiener, der sofort versucht ihr zu helfen. Ich muss gestehen, dass Eddy mir erst einmal gänzlich unsympathisch war, da sich die Autorin bei seiner Beschreibung so richtig an den Klischees bedient hat. Gegen Ende des Buches hatte ich mich an ihn dann gewöhnt, aber sympathisch war er mir leider immer noch nicht.




Eddys rosa Blüte lag auf dem Beifahrersitz wie ein Versprechen auf mehr. Cool bleiben, ermahnte Luisa sich. Einen wie den kannst du überhaupt nicht gebrauchen. Außerdem ist er bestimmt beinharter Single, unfassbar glücklich verheiratet oder steht gar nicht auf Frauen. Ihre Intuition sagte ihr jedoch, dass nichts davon zutraf. Oder war es ihr ausgehungertes Herz?Seite 33



Die Autorin Ellen Berg hat, wie auch schon bei "Ich koch dich tot", aus den Vollen der Klischee-Kiste geschöpft. Dadurch war für mich eigentlich die komplette Handlung vorhersehbar, doch ich wurde dennoch gut unterhalten, da Frau Berg einen sehr locker-flockigen Schreibstil hat und ihren Romanen dadurch gut Witz verleiht.