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378 reviews by:
books_and_chocolate
adventurous
funny
reflective
medium-paced
Plot or Character Driven:
Character
Strong character development:
Yes
Loveable characters:
Yes
Diverse cast of characters:
No
Flaws of characters a main focus:
No
adventurous
emotional
lighthearted
medium-paced
Plot or Character Driven:
Character
Strong character development:
No
Loveable characters:
No
Diverse cast of characters:
No
Flaws of characters a main focus:
Yes
adventurous
inspiring
reflective
fast-paced
Friederike Oertels Buch "Urlaub vom Patriarchat" hat mich auf mehreren Ebenen angesprochen. Zum einen, weil ich im selben Alter bin wie die Autorin und viele ihrer Gedanken und Fragen zur Lebenssituation von Frauen heute gut nachvollziehen konnte. Zum anderen, weil mich die Idee eines Matriarchats schon länger interessiert – allerdings eher theoretisch und ohne, dass ich mich bisher wirklich damit beschäftigt hätte. Das hat sich durch dieses Buch geändert.
Bücker beschreibt in einem sehr zugänglichen Stil, wie sie sich auf die Suche nach matriarchalen Gesellschaften macht und reist dafür nach Mexiko. Besonders diese Passagen fand ich spannend. Ihre Eindrücke aus dem Alltag der dort lebenden Frauen und ihre Beobachtungen über die sozialen Strukturen sind interessant, gerade weil sie dabei immer wieder ihre eigene Perspektive hinterfragt. Sie ist sich bewusst, dass sie mit einer europäischen Brille auf diese Lebensweise blickt – und benennt das auch offen. Das fand ich sympathisch und wichtig, weil es oft unterschätzt wird, wie stark die eigene kulturelle Prägung die Wahrnehmung beeinflusst.
Auch wenn die Autorin einen durchaus kritischen Blick mitbringt, bleibt das Bild, das sie von matriarchalen Lebensformen zeichnet, keineswegs verklärt oder romantisierend. Es wird deutlich, dass auch dort nicht alles ideal ist – was mir nochmal gezeigt hat, wie komplex das Thema ist und dass es nicht die eine einfache Alternative zum Patriarchat gibt. Trotzdem war es anregend, sich mit der Frage zu beschäftigen, wie Gesellschaft auch anders organisiert sein könnte.
Die theoretischen Abschnitte, in denen sie feministische Grundbegriffe, Debatten oder Konzepte erklärt, waren für mich persönlich nicht neu. Ich habe mich mit diesen Themen schon häufiger beschäftigt. Aber sie sind gut geschrieben und können für Menschen, die neu in das Thema einsteigen, sicherlich hilfreich sein. Das Buch eignet sich also auch für Leser*innen, die sich zum ersten Mal intensiver mit feministischen Fragen auseinandersetzen möchten.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es ist kein akademischer Text, sondern eher eine Mischung aus persönlicher Reflexion, Reisebericht und politischer Bestandsaufnahme. Gerade diese Kombination hat für mich funktioniert. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, eine kluge, nachdenkliche und gleichzeitig nahbare Gesprächspartnerin vor mir zu haben. Das Buch hat bei mir auch Lust auf mehr ausgelöst - sowohl was das Thema Matriarchat betrifft als auch in Bezug auf Mexiko selbst. Ich hatte danach tatsächlich ein bisschen Fernweh.
"Urlaub vom Patriarchat" ist kein Buch, das fertige Antworten liefert. Es stellt eher Fragen – auf eine ehrliche und reflektierte Weise. Für alle, die sich für Feminismus, gesellschaftliche Alternativen und das Thema Gleichberechtigung interessieren, kann ich es empfehlen. Von mir gibt es vier von fünf Sternen.
Bücker beschreibt in einem sehr zugänglichen Stil, wie sie sich auf die Suche nach matriarchalen Gesellschaften macht und reist dafür nach Mexiko. Besonders diese Passagen fand ich spannend. Ihre Eindrücke aus dem Alltag der dort lebenden Frauen und ihre Beobachtungen über die sozialen Strukturen sind interessant, gerade weil sie dabei immer wieder ihre eigene Perspektive hinterfragt. Sie ist sich bewusst, dass sie mit einer europäischen Brille auf diese Lebensweise blickt – und benennt das auch offen. Das fand ich sympathisch und wichtig, weil es oft unterschätzt wird, wie stark die eigene kulturelle Prägung die Wahrnehmung beeinflusst.
Auch wenn die Autorin einen durchaus kritischen Blick mitbringt, bleibt das Bild, das sie von matriarchalen Lebensformen zeichnet, keineswegs verklärt oder romantisierend. Es wird deutlich, dass auch dort nicht alles ideal ist – was mir nochmal gezeigt hat, wie komplex das Thema ist und dass es nicht die eine einfache Alternative zum Patriarchat gibt. Trotzdem war es anregend, sich mit der Frage zu beschäftigen, wie Gesellschaft auch anders organisiert sein könnte.
Die theoretischen Abschnitte, in denen sie feministische Grundbegriffe, Debatten oder Konzepte erklärt, waren für mich persönlich nicht neu. Ich habe mich mit diesen Themen schon häufiger beschäftigt. Aber sie sind gut geschrieben und können für Menschen, die neu in das Thema einsteigen, sicherlich hilfreich sein. Das Buch eignet sich also auch für Leser*innen, die sich zum ersten Mal intensiver mit feministischen Fragen auseinandersetzen möchten.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es ist kein akademischer Text, sondern eher eine Mischung aus persönlicher Reflexion, Reisebericht und politischer Bestandsaufnahme. Gerade diese Kombination hat für mich funktioniert. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, eine kluge, nachdenkliche und gleichzeitig nahbare Gesprächspartnerin vor mir zu haben. Das Buch hat bei mir auch Lust auf mehr ausgelöst - sowohl was das Thema Matriarchat betrifft als auch in Bezug auf Mexiko selbst. Ich hatte danach tatsächlich ein bisschen Fernweh.
"Urlaub vom Patriarchat" ist kein Buch, das fertige Antworten liefert. Es stellt eher Fragen – auf eine ehrliche und reflektierte Weise. Für alle, die sich für Feminismus, gesellschaftliche Alternativen und das Thema Gleichberechtigung interessieren, kann ich es empfehlen. Von mir gibt es vier von fünf Sternen.
emotional
lighthearted
relaxing
slow-paced
Plot or Character Driven:
Character
Strong character development:
No
Loveable characters:
No
Diverse cast of characters:
No
Flaws of characters a main focus:
Yes
inspiring
lighthearted
reflective
medium-paced
Plot or Character Driven:
Character
Strong character development:
Yes
Loveable characters:
Yes
Diverse cast of characters:
Yes
Flaws of characters a main focus:
Yes
emotional
lighthearted
relaxing
fast-paced
Plot or Character Driven:
A mix
Strong character development:
Yes
Loveable characters:
Yes
Diverse cast of characters:
Yes
Flaws of characters a main focus:
No
emotional
lighthearted
relaxing
fast-paced
Plot or Character Driven:
Character
Strong character development:
Yes
Loveable characters:
Yes
Diverse cast of characters:
No
Flaws of characters a main focus:
No
emotional
mysterious
sad
medium-paced
Plot or Character Driven:
Character
Strong character development:
Yes
Loveable characters:
No
Diverse cast of characters:
No
Flaws of characters a main focus:
Yes
funny
hopeful
lighthearted
slow-paced
Plot or Character Driven:
Character
Strong character development:
Yes
Loveable characters:
Yes
Diverse cast of characters:
No
Flaws of characters a main focus:
Yes
Obwohl ich die Bücher von Lucy Score bisher mit großer Begeisterung gelesen habe, konnte mich "Story of my Life" leider nicht überzeugen. Nach einem schwungvollen Einstieg, bei dem sich die Ereignisse regelrecht überschlagen, verliert der Roman spürbar an Tempo. Auf über 500 Seiten plätschert die Handlung stellenweise ereignislos dahin, sodass es mir zunehmend schwerfiel, am Ball zu bleiben.
Ein wesentlicher Grund dafür waren die beiden Hauptfiguren, die mich leider nicht erreichen konnten. Zwischen ihnen wollte einfach keine echte Chemie entstehen – ihre Dynamik wirkte auf mich blass und wenig greifbar. Auch charakterlich blieben sie eher eindimensional, besonders den männlichen Protagonisten konnte ich in seinen Handlungen überhaupt nicht nachvollziehen. Insgesamt fehlten mir im Buch frische Impulse: Weder die Figuren noch die Handlung boten viel Neues. Vieles wirkte wie eine Wiederholung bekannter Muster aus dem Genre, wodurch das Buch mich kaum überraschen oder nachhaltig beeindrucken konnte.
Was mir hingegen gut gefallen hat, war die Metabene: Die Protagonistin ist selbst Autorin von Liebesromanen – ein cleverer Kniff, durch den sich die Handlung teilweise selbst kommentiert. Dieser selbstreflexive Aspekt hat für mich eine spannende Ebene eröffnet, die ich gerne noch intensiver ausgearbeitet gesehen hätte. Auch Scores Schreibstil überzeugt einmal mehr: Ihre Sprache ist lebendig und frech wie in dieser englischsprachigen Originalversion noch deutlicher spürbar ist. Gerade darin liegt für mich eine der großen Stärken des Romans.
Weniger gelungen fand ich hingegen die Kapitelüberschriften. Viele davon setzten stark auf eine plakativ-sexuelle Note – Beispiele wie "Great ass pants" oder "Fine dining fuckaround" trafen leider nicht meinen Humor und wirkten auf mich eher gezwungen als originell.
Insgesamt vergebe ich drei Sterne. Für mich war "Story of my Life" ein eher durchschnittlicher Roman, der hinter meinen Erwartungen zurückblieb. Wer jedoch auf der Suche nach einem leichten, unterhaltsamen Liebesroman ist und noch nicht viele "Small Town Romance"-Bücher gelesen hat, könnte hier durchaus auf seine Kosten kommen.
Ein wesentlicher Grund dafür waren die beiden Hauptfiguren, die mich leider nicht erreichen konnten. Zwischen ihnen wollte einfach keine echte Chemie entstehen – ihre Dynamik wirkte auf mich blass und wenig greifbar. Auch charakterlich blieben sie eher eindimensional, besonders den männlichen Protagonisten konnte ich in seinen Handlungen überhaupt nicht nachvollziehen. Insgesamt fehlten mir im Buch frische Impulse: Weder die Figuren noch die Handlung boten viel Neues. Vieles wirkte wie eine Wiederholung bekannter Muster aus dem Genre, wodurch das Buch mich kaum überraschen oder nachhaltig beeindrucken konnte.
Was mir hingegen gut gefallen hat, war die Metabene: Die Protagonistin ist selbst Autorin von Liebesromanen – ein cleverer Kniff, durch den sich die Handlung teilweise selbst kommentiert. Dieser selbstreflexive Aspekt hat für mich eine spannende Ebene eröffnet, die ich gerne noch intensiver ausgearbeitet gesehen hätte. Auch Scores Schreibstil überzeugt einmal mehr: Ihre Sprache ist lebendig und frech wie in dieser englischsprachigen Originalversion noch deutlicher spürbar ist. Gerade darin liegt für mich eine der großen Stärken des Romans.
Weniger gelungen fand ich hingegen die Kapitelüberschriften. Viele davon setzten stark auf eine plakativ-sexuelle Note – Beispiele wie "Great ass pants" oder "Fine dining fuckaround" trafen leider nicht meinen Humor und wirkten auf mich eher gezwungen als originell.
Insgesamt vergebe ich drei Sterne. Für mich war "Story of my Life" ein eher durchschnittlicher Roman, der hinter meinen Erwartungen zurückblieb. Wer jedoch auf der Suche nach einem leichten, unterhaltsamen Liebesroman ist und noch nicht viele "Small Town Romance"-Bücher gelesen hat, könnte hier durchaus auf seine Kosten kommen.