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franthebooknerd

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Emma und Vincent sind beide in der Stadt der Liebe – doch beiden wurde vor kurzem das Herz gebrochen. Also schwören sie sich, dass sie sich nicht ineinander verlieben werden. Vincent wird nicht der Held der Geschichte sein. Und Emma ist gar sehr unverliebenswert. Doch als Leser*in ist einem eigentlich schon direkt klar: Das kann nichts geben.

„Ich finde rote Haare viel überzeugender.“ Das könnte ein Kompliment sein. „Mit der Meinung stehst du ziemlich verloren da.“ „Das Leben ist zu kurz für langweilige Haare. Ginger is the new Sexy!“ „Du bist doch verrückt!“ „Ja, das hatten wir schon abgehandelt.“ Er deutet kurz auf seine Ohren.
Seite 60

Aber zuerst lernt man die beiden kennen – zeitgleich mit dem jeweils anderen. Vincent (und damit auch wir als Leser*innen) trägt zum Beispiel immer ausgefallene Socken. Emma macht Zahnpastatuben nicht zu. Und während sie einander kennen lernen, entdecken sie Paris. Das Paris, in dem Emmas ganzen Lieblingsschriftsteller unterwegs waren. Das Paris, was schon nach kurzer Zeit wie eine zweite Heimat ist für Vincent. Dass ich selbst schon einmal in Paris war, kam mir beim Lesen des Romans zugute. Die Schauplätze der Geschichte konnte ich mir so zum größten Teil besser vorstellen und stellenweise kam es mir so vor, als würde ich mit den beiden Jugendlichen durch die Straßen von Paris streifen.

Fazit und Empfehlung
„Paris, du und ich“ ist eine wunderbar geschriebene Liebesgeschichte, die mir ein paar tolle Stunden Lesezeit beschert hat. Emma und Vincent sind liebenswerte Charaktere, wenn mir auch manchmal ein wenig das Selbstvertrauen gefehlt hat. Von mir aus bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung.

Mit „Wenn der Sommer endet“ hat Moïra Fowley-Doyle ein spannungsreiches und unheimliches Jugendbuch geschaffen. Die Hauptpersonen der Geschichte sind Cara, Bea, Alice und Sam. Caras Familie wird im Oktober besonders anfällig für Verletzungen und Unfälle – und dieses Jahr soll es, laut Bea und ihren Karten, besonders schlimm werden. Doch Cara möchte dieses Jahr herausfinden, was denn hinter der ganzen Sache steckt.

Als Leser*in weiß man zunächst genauso wenig über die dunkle Zeit wie Cara. Es wird auch nicht viel darüber gesprochen, doch schon bald wird klar, dass in dieser Zeit sowohl Caras Großvater, Vater und auch Onkel – in verschiedenen Jahren – gestorben sind. Mit jeder Seite und jedem geheimnisvollen Ereignis wollte ich immer mehr wissen, was hinter diesen Unfällen steckt. Warum genau diese Familie so anfällig dafür ist. Und dank eines packenden Schreibstils konnte ich nur so durch die Geschichte fliegen, die immer mehr Spannung aufbaute.

Bis kurz vor Schluss hatte ich keinerlei Ahnung, wohin die Geschichte denn nun führen würde und mochte das Buch durch und durch. Die Geschichte wurde jedoch so schnell und fast schon zu perfekt abgeschlossen, dass ich danach ein bisschen ratlos vor dem Buch saß. Natürlich war die Erklärung für die dunkle Zeit nachvollziehbar, aber es passte für mich alles ein bisschen zu nahtlos ineinander. Daher gab es leider keine Bestbewertung für ein ansonsten top Jugendbuch.

Es ist die sogenannte dunkle Zeit, die sich jedes Jahr im selben Zeitraum wiederholt. Unfälle passieren, Knochen brechen, Haut reißt, Blutergüsse sprießen.
- Seite 17

Die Geschichte wird aus der Perspektive zweier Schwestern geschrieben: Vianne ist die ältere, vernüftigere und ängstliche Schwester, die mit Mann und Kind in ihrem eigenen Haus lebt. Isabelle ist zu Beginn 17 Jahre alt und fliegt, wenn man sie kennenlernt, gerade wieder einmal von einem Internat. Die beiden Schwestern sind sehr unterschiedlich und sie haben eine schwierige Vergangenheit. Die impulsive kleinere Schwester ist so schwer zu bändigen, dass weder der Vater, noch die Schwester und viele Schulen sie lange bei sich behalten. Das prägt natürlich Isabelles Charakter und sie wurde dadurch zu einer interessanten Protagonistin. Vianne schien zu Anfang etwas langweilig zu sein, doch das ändert sich im Laufe des Buches. Beide Schwestern machen eine unglaubliche Entwicklung durch und lagen mir zum Ende hin sehr am Herzen.

Zitat
Und doch.
Es war Krieg. Zeit war ein Luxus, den sich niemand mehr leisten konnte. Die Zukunft war so flüchtig wie ein Kuss in der Dunkelheit.
Seite 437f

Fazit und Empfehlung
Die Handlung war packend erzählt und ich habe mit allen Beteiligten mitgefiebert. Man sollte sich beim Lesen jedoch vor Augen führen, dass dieser Roman eher auf die persönlichen Geschichten der Schwestern abzielt und daher eher die Aspekte Familie, Liebe und Freundschaften abdeckt. Die genauen historischen Details blieben daher eher im Hintergrund. Die Geschichte ließ mich jedoch mit einer Gefühlsmischung aus Schmerz, Leere und Ruhe zurück. Daher kann ich das Buch jedem nur empfehlen.