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timefliesaway 's review for:

Tor der Dämmerung by Julie Kagawa
4.0

Wow.
Ich hätte nie gedacht, dass in diesem Buch so eine spannende Geschichte steckt.
Als ich das Buch aufgeschlagen hatte, nachdem ich den Klappentext las, hatte ich keinerlei Hoffnung in das Buch. Das diente lediglich als Zeitvertreib. Und als schon auf der Rückseite stand, dass es um Vampire geht, musste ich an The vampire diaries und Twilight denken, und war mir schon bewusst, dass es nur so von Klischees regnen würde.

Tja, aber nichts dergleichen passierte.

Klar kamen hin und wieder irgendwelche Klischees, ich glaube, es ist auch ziemlich unmöglich, gar kein Klischee einzubauen, aber die Autorin hat das echt gut hinbekommen.
Und das kommt von einem Leser, der es wirklich satt hat, von den ganzen Tvd und Twilight Klischees. Love stories gehen mir vor allem immer wieder auf den Geist und mir fällt es sehr schwer, in Büchern Hauptcharaktere zu shippen, weil es einfach klar ist, dass die zusammen kommen oder irgendeine Liebesbeziehung führen. Dann hänge ich immer an den Nebencharakteren und hoffe, dass irgendwer canon kommt. Das war bei dem Buch anders. Ich hab die beiden wirklich geshippt. Und hier spoiler ich nicht, weil ihr sonst das fast gesamte Buch wisst, aber jetzt könnt ihr wenigstens froh sein und in Ruhe das Buch lesen, ohne dabei vor Klischees zu kotzen.

Vielleicht waren es ja auch die vielen Kampfszenen, die das ganze Buch mir beschönigt haben, denn ich liebe Kampfszenen! Und ernsthaft, die Autorin hat sie so spannungsvoll und aufregend zugleich beschrieben, dass mir hin und wieder mulmig wurde und ich nur hoffen konnte, dass sie nicht meine Lieblingscharaktere umbringt. Denn es starben so einige über das Buch hinweg. Manchen trauere ich noch immer nach und mir schnürt die Kehle zu. Die meisten sind einem qualvollen Tod gestorben und es wurde ziemlich detailliert beschrieben. Generell die Beschreibung waren sehr nice.

Die Idee mit den Verseuchten in der Zukunft und wie sich bald eine Epidemie aufbereiten wird, die zu Zombies führt, ist ja nicht sehr unbekannt. In fast so jedem Sci-Fi-Film gibt’s die irgendwie. Neben Vampiren hab ich die glaub ich noch nicht so wirklich gesehen, aber das macht es wohl auch besonders und die Autorin hat sich eine gute Erklärung dazu ausgedacht, wie die Verseuchten und die Vampire in Verbindung stehen.

Format/Stil:
Dass es in der Ich-Perspektive geschrieben wurde, fand ich anfangs ziemlich blöd. Mittlerweile bevorzuge ich die Erzählweise aus der 3. Person, wo mehrere Charaktere zugleich Protagonisten sein können, beziehungsweise man so auch Handlung außerhalb des Protagonisten erfährt. Die Ich-Sicht ist mir nun mal zu sehr beschränkt, da man die Charaktere dann nur aus den Augen des Protagonisten wahrnimmt und das kann ja manchmal anders sein, als sie eigentlich sind.

Da mich die Spannung aber mitgerissen hat, musste ich mich damit wohl zurecht geben und hin und wieder ist mir das sogar auch gar nicht mal so groß aufgefallen. Bis auf, dass mir zum Beispiel schon ein paar Einblicke der anderen Charaktere, sowie des Antagonisten gefehlt haben, aber bei manchen Büchern ist es wohl besser, wenn man die Beweggründe und alles noch nicht weiß, sondern zusammen mit den Hauptfiguren kennenlernt.

(~ 2020 gelesen und Review geschrieben, nur vergessen hier zu posten.)