michailina 's review for:

Special Forces: Mercenaries Part I by Vashtan, Marquesate
4.5
dark emotional sad tense

Deutsch:
Ich habe sehr viele Kommentare gelesen, die davor gewarnt haben, das zweite und dritte Buch zu lesen, da die Story angeblich schlecht wird.
Ich habe es trotzdem riskiert, weil ich das offene Ende vom ersten Buch nicht mochte. Ich hasse offene Enden und jede Art von Cliffhanger.
Ich sag’s mal so: Im Moment bereue ich meine Entscheidung noch nicht, aber man sollte sich bewusst sein, dass es sich um eine sehr depressive, dunkle und teilweise auch ungerechte Geschichte handelt. 
Ich lese gerade Mercenaries Teil 2, möchte aber schon mal meine Meinung zu Mercenaries 1 teilen.
Die Zeit von Vadim im Gefängnis und die Folgen der Folter waren hart.
Wirklich traurig und hoffnungslos.
Man hat einfach das Gefühl, dass dieses Erlebnis ihn für immer verändert hat.
Es wird nie wieder wie früher, er wird nie wieder derselbe sein. 
Ich muss ehrlich sagen, ich fand es fürchterlich, wie Dan reagiert hat.
Es war wirklich schockierend, wie wenig Verständnis er für Vadim hatte.
Gleichzeitig konnte ich ein kleines bisschen nachvollziehen, dass er tief verletzt war.
Er hatte für Vadim alles geopfert – seine Militärpension, sein komplettes Vermögen, zwei Jahre voller Angst und Trauer. 
Als er dann anfing, mit anderen zu schlafen, hat sich nichts davon richtig angefühlt.
Und das sage ich als jemand, der Polyamorie normalerweise liebt.
Ich habe nie wirklich verstanden, warum Menschen Monogamie als selbstverständlich empfinden – aber hier hat es sich komplett falsch angefühlt. 
Nach tagelangem Nachdenken glaube ich, ich weiß jetzt warum:
 Mit jeder neuen Person, mit der Dan und später auch Vadim Sex hatten, entstand ein neuer Riss in ihrer Beziehung.
In den meisten Romanen mit offenen Beziehungen wird nie thematisiert, dass man sich in andere verlieben kann, wenn man mit ihnen schläft.
Und selbst wenn ich fest glaube, dass man mehr als eine Person lieben kann, ist das Risiko, dass dadurch die ursprüngliche Liebe stirbt, verdammt hoch. 
Erschwerend kam hinzu, dass ihre Abschiedsnacht so intensiv war – sie waren so verliebt, so verzweifelt, so treu.
Vor allem Dan war fast vollständig monogam.
Zu sehen, wie diese Liebe langsam zerbricht, ist kein schöner Anblick. 
Aber vielleicht ist es auch einfach wie im echten Leben.
Unsere Handlungen haben Konsequenzen.
Einige Wunden heilen nie vollständig.
Manche Worte und Taten hinterlassen für immer einen bitteren Nachgeschmack, den man nicht mehr aus dem Gedächtnis des anderen löschen kann – egal wie sehr man es sich wünscht.
Manchmal schwört man etwas, aber das bedeutet nicht, dass man es auch einhalten kann.
Vor allem nicht bei einem Schwur wie „ewige Liebe“.
Denn nichts bleibt für immer gleich.  
Englisch:
I read a lot of comments warning readers not to continue with books two and three, claiming the story goes downhill.
I took the risk anyway, because I really didn’t like the open ending of the first book.
I hate open endings and any form of cliffhanger.
Let me put it this way: right now, I don’t regret my decision — but readers should be aware that this is a very dark, depressive, and often unfair read. 
I'm currently reading Mercenaries Part 2, but I want to share my thoughts on Mercenaries 1 first.
Vadim’s time in prison and the aftermath of his torture were brutal.
Deeply sad and absolutely hopeless.
You get the sense that the experience has permanently changed him.
Things will never go back to how they were — he will never be the same again. 
To be honest, I found Dan’s reaction awful.
It was really shocking how little understanding he had.
At the same time, I could understand, just a little, that he was deeply hurt.
He sacrificed everything for Vadim: his military pension, his entire savings, two years of mourning and fear. 
When he started sleeping with other people, it just didn’t feel right at all.
And I say that as someone who usually loves polyamory.
I’ve never really understood the obsession with monogamy — but in this story, it just felt wrong. 
After days of reflecting on it, I think I’ve figured it out:
 With every new person Dan — and later Vadim — slept with, their relationship fractured a little more.
Most books with non-monogamous relationships never address the risk of falling in love with others.
And while I truly believe you can love more than one person, the risk of the original love dying in the process is immense. 
What made it worse was how intense and desperate their goodbye night had been — they were so in love, so devoted, so loyal.
Especially Dan, who had been almost entirely monogamous.
Watching that love slowly crumble apart is deeply painful. 
But maybe it’s just like real life.
We act, and our actions have consequences.
Some wounds never fully heal.
Some words and actions leave a permanent aftertaste, one you can’t erase from someone else’s memory — no matter how badly you want to.
Sometimes you make promises, but that doesn’t mean you’ll be able to keep them.
Especially when it comes to a promise like "forever love."
Because nothing ever stays the same.