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silberfederling 's review for:
Der Bücherdrache
by Walter Moers
Erst mal: Das Rating kommt daher, dass ich über dieses Buch einfach absolut zwiegespalten bin. Ich finde es nicht per se schlecht, aber es gibt Aspekte, die mich so gewurmt haben, dass es sich auf das Rating ausgewirkt hat.
Mir hat der Bücherdrache suggeriert, dass man ihn auch ohne Wissen über andere Zamonien-Romane lesen kann. Eine eigenständige Geschichte über den Bücherdrachen, einen Buchling und die Katakomben, so wie man auch "Rumo und die Wunder im Dunkeln" unabhängig von "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" und "Die Stadt der träumenden Bücher lesen kann". Stattdessen hat sich das Buch sehr schnell als extrem Referenzlastig zu "Die Stadt der träumenden Bücher" und "Das Labyrinth der träumenden Bücher" erwiesen. Stellenweise hatte ich auch das Gefühl, dass es keine Hommage an die Literatur an sich ist, sondern lediglich eine Hommage an die anderen Mythenmetz-Romane, was mich tatsächlich so gestört hat, dass es sich auf das Rating ausgewirkt hat. Man konnte das Buch nicht gänzlich ohne das Wissen um die anderen beiden Mythemetz-Bücher verstehen und doch war es nicht als direkte Fortsetzung ausgewiesen.
Was mich tatsächlich auch noch gestört hat, ist die Schachtelung der Geschichte. Es ist eine Erzählung, in einer Erzählung in einem Traum, der nach dem Aufwachen erzählt wird, was sich durchaus auf den Schreibstil auswirkt und das nicht zum Besseren. Daher der zweite Abzug eines Sternchens.
Was man jedoch positiv anmerken kann ist, dass die äußerste Klammer der Erzählung durch ihre Comic-Form gut vom Rest der Erzählung abgerenzt wird, was eigentlich ein echt cooles Stilmittel ist.
Insgesamt fand ich aber Teile des Buchs sehr unterhaltsam. Ich mochte die Darstellung des Bücherdrachens, wie er und seine Geschichte beschrieben wurde und die Idee dahinter, die zeigt, dass der Autor Bücher definitiv schätzt. Auch fand ich die Charakterisierung extrem faszinierend, weil sie gute eine Mischung aus Klischees und durchbrochenen Klischees war.
Und weil Mythenmetz 2 ihm gegenüber endlich nicht mehr so naiv war, was mich am Anfang des Buches auch ehrlich irritiert hat. Und es rückblickend immer noch tut, vor allem im Kontrast mit seinen späteren Verhalten.
Es lässt sich also sagen, dass man dieses Buch ruhig mal lesen kann, aber mehr leider auch nicht. Ich würde auch ehrlich empfehlen, mindestens "Die Stadt der träumenden Bücher" vorher zu lesen.
Mir hat der Bücherdrache suggeriert, dass man ihn auch ohne Wissen über andere Zamonien-Romane lesen kann. Eine eigenständige Geschichte über den Bücherdrachen, einen Buchling und die Katakomben, so wie man auch "Rumo und die Wunder im Dunkeln" unabhängig von "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" und "Die Stadt der träumenden Bücher lesen kann". Stattdessen hat sich das Buch sehr schnell als extrem Referenzlastig zu "Die Stadt der träumenden Bücher" und "Das Labyrinth der träumenden Bücher" erwiesen. Stellenweise hatte ich auch das Gefühl, dass es keine Hommage an die Literatur an sich ist, sondern lediglich eine Hommage an die anderen Mythenmetz-Romane, was mich tatsächlich so gestört hat, dass es sich auf das Rating ausgewirkt hat. Man konnte das Buch nicht gänzlich ohne das Wissen um die anderen beiden Mythemetz-Bücher verstehen und doch war es nicht als direkte Fortsetzung ausgewiesen.
Was mich tatsächlich auch noch gestört hat, ist die Schachtelung der Geschichte. Es ist eine Erzählung, in einer Erzählung in einem Traum, der nach dem Aufwachen erzählt wird, was sich durchaus auf den Schreibstil auswirkt und das nicht zum Besseren. Daher der zweite Abzug eines Sternchens.
Was man jedoch positiv anmerken kann ist, dass die äußerste Klammer der Erzählung durch ihre Comic-Form gut vom Rest der Erzählung abgerenzt wird, was eigentlich ein echt cooles Stilmittel ist.
Insgesamt fand ich aber Teile des Buchs sehr unterhaltsam. Ich mochte die Darstellung des Bücherdrachens, wie er und seine Geschichte beschrieben wurde und die Idee dahinter, die zeigt, dass der Autor Bücher definitiv schätzt. Auch fand ich die Charakterisierung extrem faszinierend, weil sie gute eine Mischung aus Klischees und durchbrochenen Klischees war.
Und weil Mythenmetz 2 ihm gegenüber endlich nicht mehr so naiv war, was mich am Anfang des Buches auch ehrlich irritiert hat. Und es rückblickend immer noch tut, vor allem im Kontrast mit seinen späteren Verhalten.
Es lässt sich also sagen, dass man dieses Buch ruhig mal lesen kann, aber mehr leider auch nicht. Ich würde auch ehrlich empfehlen, mindestens "Die Stadt der träumenden Bücher" vorher zu lesen.